«In unseren Einrichtungen in den Flughäfen Zürich und Genf werden neu alle Transitsendungen aus Jemen geröntgt», bestätigt Mediensprecher Oliver Flüeler gegenüber der «Handelszeitung».In den Drehscheiben in Zürich und Genf werden Transitsendungen umgeladen. Die Post ergreife diesen Schritt aufgrund eigener Sicherheitsüberlegungen, wie Flüeler weiter erklärt. Die Massnahme gilt seit Montag. Angaben über die Menge kontrollierter Pakete lassen sich gemäss der Post nicht machen.

Andere Logistiker reagieren ebenfalls. «Bis alles geklärt ist, fertigt Kühne + Nagel kurzfristig keine Sendungen aus Jemen mehr ab», sagt Peter Ulber, Mitglied der Geschäftsleitung des schweizerisch-deutschen Speditionsriesen. Ulber ist zuständig für den See- und Luftfrachtbereich des Unternehmens.

Die Transport- und Logistikgruppe Panalpina ist in Jemen nicht operativ tätig. Wenn jedoch verschärfte Sicherheitsvorkehrungen für den Frachtverkehr erlassen werden, sei es klar, dass Panalpina diese bis aufs Detail befolge, meint Ingrid Carstensen, Mediensprecherin bei Panalpina. «Und Sicherheitsverschärfungen sind zu erwarten.» Das könnte teuer werden. «Mehr Kontrolle bedeutet mehr Kosten und Aufwand, und das verteuert jede Frachtsendung», sagt Carstensen. Auch zeitliche Verzögerungen durch zusätzliche Sicherheitschecks könnten die Preise in die Höhe treiben. Da Panalpina keine Privatkunden bedient, sondern Unternehmen, müssten die Firmen entscheiden, ob die Kosten an die Konsumenten weitergegeben werden, fügt Sprecherin Carstensen hinzu.

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