Die Schweizerische Post weist für das erste Quartal 2014 einen Konzerngewinn von 199 Millionen Franken auf, was einem Minus von 10 Prozent oder 23 Millionen gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Das Betriebsergebnis sank um 7,0 Prozent auf 253 Millionen Franken, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Den Rückgang des Gewinns erklärt die Post durch niedrigere Zinserträge und höhere Wertberichtigungen. Insgesamt erwirtschaftete die Schweizer Post in den ersten drei Monaten des Jahres einen Betriebsertrag von 2,14 Milliarden Franken, was gegenüber der Vorjahresperiode nur einem marginalen Rückgang entspricht.

Kosteneinsparung kompensieren Verluste

Im Kommunikationsmarkt erwirtschaftete die Post ein Betriebsergebnis von 88 Millionen Franken (VJ 87 Millionen). Die durch Mengenrückgänge verursachte Ertragsabnahme bei PostMail und Poststellen sowie Verkauf konnte durch Kosteneinsparungen in diesen Bereichen sowie eine Ertragssteigerung von Swiss Post Solutions kompensiert werden, heisst es weiter. Die Menge der adressierten Briefe sank um 2,4 Prozent, jene der unadressierten Sendungen um 3,5 Prozent.

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Im Logistikmarkt erzielte die Post ein Betriebsergebnis von 31 (33) Millionen Franken. Die Abnahme sei die Folge des starken Wettbewerbsdrucks. Die Paketmenge wuchs in der Schweiz derweil um 1,1 Prozent. Im Personenverkehrsmarkt erwirtschaftete PostAuto ein Betriebsergebnis von 13 (9) Millionen Franken. Die Ergebnissteigerung wurde nebst einmaligen Verkehrseinnahmen hauptsächlich durch den Leistungsausbau bewirkt. Die Zahl der gefahrenen Kilometer hat sich um 7,7 Prozent erhöht.

Anhaltende Tiefzinsen

Die im Retailfinanzmarkt tätige PostFinance erzielte in der Segmentsrechnung ein Betriebsergebnis (EBIT) von 127 (138) Millionen Franken. Die deutliche Abnahme sei auf den geringeren Erfolg aus dem Zinsgeschäft, bedingt durch die anhaltende Tiefzinssituation an den Finanzmärkten, sowie auf höhere Wertberichtigungen zurückzuführen, ist der Mitteilung weiter zu entnehmen.

Der Neugeldzufluss habe 1,3 Milliarden Franken betragen, womit die Kundenvermögen im März auf durchschnittlich 115 Milliarden Franken stiegen. In absoluten Zahlen konnten 11'000 neue Kundinnen und Kunden in den ersten drei Monaten gewonnen werden.

(awp/me/sim)