Neben der Einführung von Kleinsatelliten hat sich das junge Schweizer Raumfahrtunternehmen Swiss Space Systems (S3) einen weiteren Auftrag geangelt: Die Firma mit Sitz im waadtländischen Payerne schloss an der weltgrössten Luftfahrtschau in Le Bourget eine Partnerschaft mit Thales Alenia Space. Die beiden Unternehmen wollen bemannte suborbitale Spaceshuttles entwickeln.

S3 wolle ein neues Kapitel in der Luftfahrtgeschichte schreiben, indem der interkontinentale Transport in Überschallgeschwindigkeit möglich werde. Neue Transportmittel sollen mit dreifacher Schallgeschwindigkeit (Mach 3) unterwegs sein, wie das Schweizer Unternehmen mitteilte.

Um dies zu erreichen, arbeitet S3 nun mit Thales Alenia Space zusammen. Der Konzern ist führend in der Entwicklung und Produktion von Druckkammern und ist auch bei der Internationalen Raumstation ISS engagiert.

 

«In der Luftfahrt eine neue Kategorie schaffen»

Priorität habe aber die Entwicklung von Kleinsatelliten, die nur 250 Kilo schwer sind. Modelle dazu sollen bis im Jahr 2014 gebaut werden. Danach soll das Projekt in tatsächlicher Grösse umgesetzt werden. Die ersten kommerziellen Starts seien im Jahr 2018 geplant. Bemannte Flüge sollen folgen.

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«Unser Ziel ist nicht der Weltraumtourismus. Vielmehr möchten wir in der Luftfahrt eine neue Kategorie schaffen. Diese geht von unserem Modell der Lancierung von Satelliten aus, mit dem sich Spaceports auf verschiedenen Kontinenten innerhalb einer Stunde verbinden lassen», liess sich S3-Gründer und -CEO Pascal Jaussi im Communiqué zitieren.

(tno/sda)