Der Rüstungsmarkt in Indien ist einer der weltweit am stärksten wachsenden. Umso schlimmer für die Düsseldorfer Rüstungsfirma Rheinmetall, dass ihre Schweizer Tochter Rheinmetall Air Defence nun für zehn Jahre für Geschäfte mit dem staatlichen indischen Rüstungskonzern gesperrt ist. Das berichtet die Financial Times DeutschlandRAD ist die Rheinmetall-Dachgesellschaft für Luftverteidigungssysteme.

Der Grund für die Sperre sind laut der Zeitung sind Korruptionsvorwürfe gegen einen ehemaligen Manager der Firma.  In Indien wird offenbar seit mehreren Jahren gegen den Ordnance-Factory-Chef Sudipta Gosh ermittelt, der 2009 zurückgetreten ist.

Neben der Zürcher RAD sind noch fünf weitere Firmen auf die schwarze Liste gesetzt worden: Zwei indische Firmen, Singapore Technologies Kinetics (STK), Israel Military Industries und die russische Corporation Defence. Die Rheinmetall wies die Vorwürfe zurück. Gemäss dem FTD-Artikel liegen dem Konzern auch noch keine offiziellen Dokumente über die Entscheidung vor. 

(laf)