Der Test der «Handelszeitung» hat es an den Tag gebraucht: Deutsche Banken stellen sich nicht quer, wenn es darum geht, Schweizer Schwarzgeld anzunehmen.

Die Schweizerische Bankiervereinigung reagiert auf die Ergebnisse gelassen: «Für uns ist diese Tatsache nicht überraschend», sagt Mediensprecher Thomas Sutter auf Anfrage von «Handelszeitung Online». Dass deutsche Banken Schweizer Schwarzgeld akzeptieren, sei grundsätzlich ein bekannter Umstand.

Trotzdem sieht Sutter in der nun grossen Publizität beidseits der Grenze durchaus Vorteile: «Bei den nächsten Vorwürfen aus Deutschland liefert uns dieser Sachverhalt hilfreiche Argumente.»

Geradezu euphorisch gibt sich SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer (BL): «Gerade weil sich die Schweiz für eine Weissgeldstrategie entschieden hat, muss sie dieser weltweit zum Durchbruch verhelfen.» Nichts bringe die Schweiz weiter, als die Aufdeckung von Doppelmoral.

Gleichzeitig redet sie den Parteikollegen ins Gewissen: «Ich hoffe, dass sich meine Genossen nördlich des Rheins damit befassen - und somit für Ordnung sorgen.»

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