Unter deren Dach wurden die drei Premium-Warenhäuser KaDeWe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München zusammengefasst. Sinn und Zweck der Übung ist es, die profitable Premium-Gruppe von den sanierungsbedürftigen Karstadt-Warenhäusern abzugrenzen.

Der österreichische Immobilieninvestor René Benko kaufte im August zusammen mit dem israelischen Diamantenhändler Beny Steinmetz die Karstadt-Gruppe ganz. Diese bestand aus Karstadt Premium, Sports und den Warenhäusern. Benko gründete dazu unter dem Dach seiner Signa Holding die Signa Retail. Das sollte ein Signal an jene sein, welche dem Immobilieninvestor jegliche Kompetenz im Detailhandel absprachen.

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Diese Kompetenz holte sich Benko mit Maeder an Bord, der davor bereits in der Leitung von Karstadt sass. Erfahrung im Premium-Handel hatte der 55-Jährige zuvor in den Chefetagen von Harrods, Hugo Boss und Vögele gesammelt.

Neue Liga

Jetzt soll Maeder die KaDeWe Group in der Liga von Harrods, Galerie Lafayette und Rinacente in ganz Europa positionieren. Dabei sollen auch neue Standorte etabliert werden, heisst es. Maeder nannte in einem Interview bereits Frankfurt, Wien und Prag. Ob die Gruppe auch in die Schweiz expandiert, lässt ein Sprecher offen. «Mit Jelmoli,Globus und Grieder ist Zürich aber schon recht gut besetzt», heisst es bloss. Im Online-Handel hingegen ist es das Ziel, eine «internationale Kundschaft in ganz Europa» anzusprechen – also inklusive Schweiz. Der Vertrieb übers Internet stellt laut den Plänen das «vierte Warenhaus der PremiumGruppe» dar.

Rund ein Drittel des Sortiments wird online verfügbar sein. Für den Ausbau der drei Warenhäuser inklusive Online-Vertrieb investiert Benko einen dreistelligen Millionenbetrag. 2013 setzten die drei KaDeWe-Häuser rund 600 Millionen Euro um. Dieses Jahr soll das leicht übertroffen werden. 4500 Personen arbeiten für die Gruppe.