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Schweizer Tamoil-Raffinerie wieder in Betrieb

Tamoil-Rafiinerie Collombey (VS): Nach sechs Wochen Unterbruch wieder in Betrieb. (Bild: Keystone)

Die Raffinerie der libyschen Tamoil in Collombey nimmt ihren Betrieb wieder auf. Sie hatte sechswöchige Unterhaltsarbeiten vorgezogen. Tamoil Schweiz musste sich aber verpflichten, die Libyen-Sanktion

Veröffentlicht am 11.05.2011

Die Raffinerie von Tamoil Schweiz in Collombey VS nimmt nach einem sechswöchigen Unterbruch für Unterhaltsarbeiten den Betrieb wieder auf. Bis in zehn Tagen werde die Anlage vollständig hochgefahren, sagte ein Tamoil-Sprecher am Mittwoch auf Anfrage.

Der Betriebsunterbruch war von Juni auf April vorgezogen worden. BP und Shell hatten aus Angst vor möglichen Verstössen gegen die Ende Februar verhängten Sanktionen der UNO gegen das libysche Regime ihre Bestellungen storniert und juristische Abklärungen eingeleitet.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bestätigte auf Anfrage, dass sich Tamoil Schweiz schriftlich verpflichtet habe, die vom Bundesrat gegenüber Libyen erlassenen Sanktionen vollumfänglich zu respektieren und insbesondere keinerlei Zahlungen oder Übertragungen anderer Vermögenswerte, in welcher Form auch immer, an natürliche oder juristische Personen, welche mit Sanktionen belegt sind, zu leisten. Bei Verstössen drohe ein Strafverfahren.

Der Basler Strafrechtsprofessor Mark Pieth hatte gewarnt, es bestehe die Gefahr, dass Tamoil Schweiz Gelder an den Gaddafi-Clan weiterleite. Tamoil Schweiz gehört zur in Monaco ansässigen Tamoil Gruppe, die wiederum im Besitz des von Libyen kontrollierten und in Holland angesiedelten Unternehmens Oilinvest ist.

(cms/sda)

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