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Schweizer Temporärbranche legt zu

Strassenarbeiter in Basel: Viele Temporärjobs gibt es in der Baubranche. Keystone

Die Branche der Personalvermittler hat im vergangen Jahr den Umsatz und die Lohnsumme gesteigert. Insgesamt leisteten die Angestellten aber weniger Einsatzstunden.

Veröffentlicht am 16.06.2016

Die Schweizer Temporärbranche hat im vergangenen Jahr den Umsatz um 3,1 Prozent auf 7 Milliarden Franken gesteigert. Über 314'000 Temporärarbeitende wurden vermittelt, 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr, wie der Branchenverband swissstaffing am Donnerstag mitteilte.

Insgesamt leisteten Temporärarbeitende 165 Millionen Einsatzstunden, 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Lohnsumme sei um 3,7 Prozent auf 5,2 Milliarden Franken gestiegen.

GAV bei allen 850 Personaldienstleistern

Mit dem kürzlich erneuerten Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Personalverleih bestehe für die über 300'000 Temporärarbeitenden ein massgeschneidertes Vertragswerk, das ihnen Anspruch auf Weiterbildungsleistungen gebe, unterstützt durch den Weiterbildungsfonds temptraining. Neu gelte der GAV für alle rund 850 Personaldienstleister der Schweiz, unabhängig von ihrer Grösse.

Für das laufende Jahr gibt sich die Branche vorsichtig optimistisch. Nachdem die ersten beiden Monate noch im Minus gelegen seien, habe die Branche im März und April wieder ins Plus gedreht. Entscheidend für die Entwicklung im laufenden Jahr werde sein, wie sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld entwickle und ob die Masseneinwanderungsinitiative wirtschaftsfreundlich umgesetzt werde.

(sda/gku)

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