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Schweizer Topmanager wird neuer Chef der Swiss Re

Christian Mumenthaler: Er leitet ab Juli die Swiss Re. Swiss Re

Die Swiss Re ernennt einen neuen Chef und steigert den Gewinn kräftig. Zudem offeriert der weltweit zweitgrösste Rückversicherer eine höhere Dividende. Die Börse reagiert dennoch ungnädig.

Veröffentlicht am 23.02.2016

Swiss Re hat im vergangenen Jahr den Gewinn um gut einen Drittel auf 4,6 Milliarden Dollar gesteigert. Der weltweit zweitgrösste Rückversicherer gab zudem die Ernennung eines neuen Konzernchefs bekannt. Christian Mumenthaler übernehme per Juli 2016 den Posten von Michel Liès, der in den Ruhestand trete.

Mumenthaler arbeitet seit 17 Jahren für Swiss Re. Seit fast fünf Jahren leitet er die grösste Geschäftseinheit von Swiss Re, Reinsurance, und hat somit die Verantwortung für rund 85 Prozent des Umsatzes inne gehabt. Der Verwaltungsrat freue sich, dass man einen internen Nachfolger gefunden habe, der einen reibungslosen Übergang ermögliche, mit der Strategie der Gruppe vertraut sei und sie erfolgreich zu implementieren wisse, heisst es weiter.

Gutes Ergebnis in schwierigem Umfeld

Zum starken Gewinnanstieg im vergangenen Jahr haben laut Swiss Re alle drei Geschäftseinheiten beigetragen. Der weltweit zweitgrösste Rückversicherer hinter der Münchner Rück hebt dabei vor allem den Geschäftsbereich Life & Health Reinsurance (L&H Re) hervor, wo ein Gewinn von 939 Millionen Dollar erzielt wurde. Der Konzern profitierte aber auch vom Ausbleiben schwerer Naturkatastrophen und der Auflösung von Rückstellungen.

Aber auch das Anlageergebnis kann sich sehen lassen. Trotz eines turbulenten Börsenjahrs, lag die Rendite auf Kapitalanlagen im vergangenen Jahr mit 3,5 Prozent nur unwesentlich hinter der von 2014. Gute Nachrichten gab es auch für die Aktionäre: Der Verwaltungsrat wird an der Generalversammlung die Erhöhung der ordentlichen Dividende um 8,2 Prozent auf 4,60 Franken je Aktie sowie die Genehmigung eines neuen Aktienrückkaufprogramms von bis zu einer Milliarde Franken beantragen.

Die Aktie fällt

An der Börse kamen die Zahlen nicht gut an.  Bis kurz nach 10.30 Uhr sanken die Swiss Re-Aktien um 0,75 Prozent.

Die Gruppe hat mit den meisten Kennzahlen die Erwartungen der Analysten zwar gut erfüllt und bekräftigte die ab 2016 geltenden Geschäftsziele. Hingegen ist die Ausschüttung der Dividende für viele enttäuschend. Swiss Re erhöht diese um 35 Rappen auf 4,60 Franken je Aktie, während Analysten eine Ausschüttung in der Bandbreite von 4,46 bis 4,75 Franken erwartet hatten.

(sda/mbü)

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