1. Home
  2. Unternehmen
  3. Schweizer Unternehmen setzen auf WeChat

Intransparent
Schweizer Unternehmen setzen auf WeChat

WeChat
WeChat – bald auch bei uns?Quelle: studioEAST / Getty Images

Schweizer Firmen setzen auf WeChat, die chinesische Alternative zu WhatsApp und der Schweizer Börsendienstleister SIX verhandelt mit Tecent, dem Mutterhaus von WeChat. Doch es gibt auch Warner.

Veröffentlicht am 21.01.2018

WeChat startete als chinesischer Klon von WhatsApp. Doch die App ist längst viel mehr als das. Man kann sich verabreden, ein Restaurant reservieren, das Menü vorbestellen und bezahlen. Mittlerweile werden Auto- und Hauskäufe über WeChat abgewickelt.

Schweizer Firmen setzen auf die App: «Für eine Schweizer Firma, die in China auch nur irgendwie Geschäfte machen will, ist WeChat ein absolutes Muss», sagt Markus Gut (52), dessen Branding-Agentur in Shanghai eine Niederlassung hat, gegenüber dem SonntagsBlick. Er ist überzeugt: «Sobald man bei uns mit WeChat zahlen kann, wird sich die App rasant verbreiten. Sie hat eine unglaubliche Power!»

SIX verhandelt mit Tecent

Tatsächlich verhandelt der Schweizer Börsendienstleister SIX mit dem WeChat-Mutterhaus Tencent. Doch: In einem Transparenz-Rating von Amnesty International erreichte Tencent desaströse null von hundert Punkten. Das oft gescholtene Facebook, dem auch WhatsApp gehört, schaffte es immerhin auf 73 Punkte. Patrick Walder (50), Datenschutz-Experte von Amnesty Schweiz, warnt: «Die Apps sind Datenstaubsauger. Das Risiko ist gross, dass persönliche Informationen direkt bei der chinesischen Regierung landen – selbst wenn man die App im Ausland braucht.»

(rai)

Anzeige