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Schweizerische Nationalbank macht wieder Gewinn

Endlich wieder in den schwarzen Zahlen: die SNB. (Bild: Keystone)

Endlich einmal wirkt der Wechselkurs positiv auf Quartalszahlen: Die SNB hat im ersten Quartal des Jahres wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das lag vor allem daran, dass sich der Franken gegenüber d

Veröffentlicht am 29.04.2011

Nach dem sehr hohen Verlust im Jahr 2010 ist die Schweizerische Nationalbank im ersten Quartal des Jahres wieder in den schwarzen Zahlen angelangt. Hauptgrund für den Gewinn in Höhe von 1,9 Milliarden  Franken ist, dass sich der der Wechselkurs gegenüber dem Euro etwas abschwächte.

Der Erfolg auf den Fremdwährungspositionen beträgt 1,6 Milliarden Franken, wie die SNB am Freitag mitteilte. Das Volumen der Devisenanlagen stieg von 203,8 Milliarden Franken Ende 2010 auf 211,9 Milliarden Franken per Ende März 2011. Von den Devisenreserven hielt die SNB unverändert 55 Prozent in Euro. Weitere 25 Prozent lauten auf US-Dollar und zehn Prozent in Yen; diese beiden Währungen schwächten sich zum Franken im vergangenen Quartal aber ab.

Weitere 338 Millionen Franken Gewinn erzielte die SNB aus Kursgewinnen beim Stabilisierungsfonds für ehemalige Anlagen der UBS. Das Gesamtrisiko dieses Fonds ging von knapp 14 Milliarden auf unter 12 Milliarden Franken zurück. Der Erfolg auf den Goldbeständen der SNB blieb wegen des kaum veränderten Preises in Franken mit 11,5 Millionen Franken vergleichsweise gering.

Starke Schwankungen sind die Regel

Das Ergebnis der Nationalbank ist überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig. Starke Schwankungen sind deshalb die Regel und Rückschlüsse auf das Jahresergebnis nur bedingt möglich, wie die SNB festhält. Allerdings kritisierten Politiker und Ökonomen im Nachhinein die massiven Euro- und Dollar-Käufe der Nationalbank im Kampf gegen die Frankenstärke.

So hatte die SNB im Startquartal 2010 zwar einen Gewinn von 1,5 Milliarden Franken erzielt. Wegen der dennoch eingetretenen Frankenhausse verzeichnete sie zum Jahresende aber einen hohen Kursverlust auf den Devisenbeständen und unter dem Strich einen Konzernverlust von 19,2 Milliarden Franken. Dieses Resultat muss die SNB-Spitze an der heutigen Generalversammlung erneut verteidigen.

(laf/cms/awp)

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