Damit Sie Ihre kostbare Freizeit auf dem Wasser stressfrei und ohne technische Schwierigkeiten geniessen können, stellen wir an Land einen vollständigen Service rund um Ihr Hobby sicher», sagt Franz Faul (47), der mit seinem Bruder Urs (40) vor drei Jahren die Leitung der gleichnamigen Yachtwerft übernommen hat. Im 23 Personen beschäftigenden Familienbetrieb sind beide seit 16 Jahren. «Mit meinen Söhnen Franz (dem vierten, 18) und Philip (16) steht die fünfte Generation vor der Tür», freut sich Franz Faul.

Sukzessive Angebot ausgebaut

«Bootsplätze sind die Lebensader einer Werft», erklärt Franz Faul und öffnet im Stammhaus Horgen die Tür zu einer rundherum gut durchlüfteten, im offenen Wasser gebauten Bootsgarage. «Hier sehen Sie 30 gedeckte Wasserplätze für alte SwissCraft-Boote», sagt Faul und sinniert: «1989 haben wir hier komplett neu gebaut. ‹Weg von der Produktion hin zur Dienstleistung› hiess es damals. Inzwischen können wir 150 Bootsplätze in Horgen und weitere 150 in der Seedamm-Marina in Pfäffikon SZ anbieten. In Horgen hat Faul 79 weitere gedeckte Plätze mit einzelnem Aufzug für Bootsgrössen von 5 bis 10,5 m, dazu noch eine Reihe offene Hafenplätze.» 2005 wurde in Horgen zusätzlich ein neuer Wasserkeller für kleine Sportboote errichtet und 2006 die neue Hafenmole für 18 weitere Boote.

In Pfäffikon besitzt die Faul-Werft rund 50 gedeckte Plätze mit Aufzug und 50 weitere in einer Halle. Diese Schiffe können von den Bootsbesitzern per Kran mit einfachem Handling in den See gelassen werden. Dazu findet sich auch im Kanton Schwyz eine Reihe offener Wasserplätze. In Pfäffikon steht zudem das Winterlager der Bootswerft Faul AG für 170 Schiffe.

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Franz Faul: «Im Lauf der Jahre haben sich die Ansprüche der Kunden gewandelt. Heute wird immer mehr Dienstleistung erwartet. Die Bootsbesitzer fahren mit dem Auto auf den Parkplatz, gehen in den Bootskeller, drücken den Knopf des Aufzugs, lassen ihr Boot ins Wasser und sind zwei Minuten später auf dem See.»

Wer kauft, erhält Bootsplatz

Hat man überhaupt eine Chance, bei Faul einen Bootsplatz zu bekommen? «Grundsätzlich sind wir ausgebucht. Doch es gibt immer wieder Kunden, die – aus verschiedensten Gründen – mit dem Wassersport aufhören. Dann werden Plätze frei. Beim Kauf eines neuen Boots bieten wir dann diese Plätze für unbefristete Zeit an.»

Parallel zu den Dienstleistungen rund um die «geparkten» Boote hat die Yachtwerft ihre Werkstatt in Horgen auf den modernsten Stand der Technik gebracht. «Damit das Schiff immer aussieht wie neu, bieten wir nach Vereinbarung oder im Abo einen Reinigungsservice an», ergänzt Faul.

Nach wie vor beschäftigt die Faul AG drei Bootsbauer, die alle möglichen Schätze restaurieren, und seit Generationen die gleiche externe Sattlerei. Faul: «Eine alteingesessene Firma, die schon für unseren Grossvater gearbeitet hat und wie wir ihr hohes Fertigungs-Know-how permanent der Neuzeit anpasst.» Auch in Pfäffikon unterhält die Faul AG eine top ausgerüstete Werkstatt mit fünf Mitarbeitern.

Auch die Polizei als Kunde

Ab zirka 15000 Fr. gibt es bei der Faul AG ein gebrauchtes Sportboot, etwa einen 5 m langen Bowraider für ungezwungene Stunden auf dem See. Permanent sind zehn gebrauchte und geprüfte, schöne Boote bestellbar. Die Occasionsboots-Ausstellung ist in Päffikon.

Für eine Null mehr gibt es ein schwimmendes Weekendhaus. Im grossen Showraum in Horgen werden neue Schiffe präsentiert, Sea Ray-, Sealine-, Bavaria- und Windy-Motorboote.

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Faul importiert und verkauft zudem Targa-Allwetterboote aus Finnland an Private wie Kommunalbetriebe. So hat die Seepolizei Thurgau im letzten September eine 37-Fuss-Targa von Faul bestellt. Und brandneu hat sich auch der Seerettungsdienst Horgen/Oberrieden/Thalwil/Herrliberg für eine Targa von Faul entschieden.

Für heute die richtige Grösse

Zum weiteren Standbein der Faul-Bootswerft gehört der Verkauf von Accessoires. Mit der jetzigen Grösse ihrer Werft sind die Fauls zufrieden. «Im Moment möchten wir nicht expandieren, weil wir sonst nicht mehr die Qualität bieten können, die Kunden von uns erwarten dürfen. Schliesslich vermitteln wir Freizeit und Freude», lacht Franz Faul und gönnt sich selbst eine Bootsfahrt: «Mein Herz schlägt nach wie vor für unser 9,6 x 3,35 m grosses Holzboot – natürlich eine bei uns gebaute SwissCraft aus dem Jahr 1973.»

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