Gleich im ersten Referat wurden die zahlreich erschienenen Teilnehmer aufgefordert, ihren Glückszustand auf einer Skala von eins bis zehn zu beziffern. Wie der Ökonomieprofessor und Glücksforscher Bruno S. Frey erklärte, entsprach das Resultat dem gesellschaftlichen Durchschnitt. Er fügte hinzu: «Geld macht zwar glücklich, doch das Glück steigt nicht proportional zum Wohlstand.» Nächster Referent war Patrick Aebischer, Präsident der EPFL Lausanne: «Der Erfolgsfaktor Mensch wird im Zuge des internationalen Werbens um die besten Studenten und Forscher immer wichtiger.» Carsten Schloter, CEO von Swisscom, beschrieb den Erfolgsfaktor Mensch aus unternehmerischer Sicht. «In jedem Menschen schlummert eine grosse Leistungsfähigkeit, diese freizusetzen bedingt jedoch Wertschätzung und Vertrauen - dies muss hauptsächlich durch die Unternehmensstruktur sichergestellt werden.»

Abt Martin vom Kloster Einsiedeln beschäftigte sich mit der Psychologie des Menschen: «Nur wer sich selbst schätzt, kann auch andere schätzen.» Das Wichtigste sei bei sich «daheim» zu sein, um «neue Jobs mit unserem alten Hirn zu meistern». Philippe Hertig von Egon Zehnder International unterstrich bei seinem Auftritt: «Erfolgreiche Personalentscheide sind der wichtigste messbare Faktor einer Unternehmung.» Das Referat von Rolf Soiron, VR-Präsident von Lonza, Holcim und Nobel Biocare, war eine historische und philosophische Annäherung an das Thema: «Was den Fortbestand von Firmen bedroht, ist die fehlende Reaktion auf Veränderungen.» Paul Rechsteiner, Nationalrat und Präsident des Gewerkschaftsbundes, hob die Wichtigkeit des Fairnessprinzips hervor und mahnte, dass «Betriebsstrukturen nicht so verändert werden, dass die Existenz von Menschen gefährdet ist ». Arno del Curto, Erfolgscoach des HC Davos, zog Parallelen von der Wirtschaft zum Trainerjob. «Das Wichtigste ist, absolut keine Angst vor gar nichts und niemandem zu haben.» Zu guter Letzt appellierte Gerhard Schröder, Ex-Bundeskanzler, dass sich das Finanzsystem auf seine ureigene Aufgabe besinnen solle: Das Versorgen der realen Wirtschaft mit Finanzmitteln.