Es sind nicht nur die CEOs von Post, SBB, Swisscom und Co., die deutlich besser bezahlt sind als ein Bundesrat. Sondern auch viele andere Kader in den Staatsbetrieben. Sie alle würde die «Pro Service Public»-Initiative treffen.

Über 40 Konzernchefs und Konzernleitungs-Mitglieder von bundesnahen Betrieben verdienen heute mehr als ein Bundesrat. Das zeigt eine Zusammenstellung der Zeitung «Schweiz am Sonntag». Spitzenverdiener sind Swisscom-CEO Urs Schaeppi (1,8 Millionen Franken), Ruag-CEO Urs Breitmeier (1,1 Millionen) und SBB-CEO Andreas Meyer (1,05 Millionen).

Auch Manager und Verwaltungsräte betroffen

Die Post gehört zu jenen fünf staatsnahen Betrieben, bei denen nicht nur der CEO mehr verdient als ein Bundesrat, sondern – im Schnitt – die gesamte Konzernspitze. Spitzenreiter ist die Swisscom (6 Mitglieder verdienen im Schnitt 1,032 Millionen), gefolgt von der Ruag (9/657 889 Franken), den SBB (8/599 889), der Post (7/mindestens 536 114) und der Suva (3 Geschäftsleitungsmitglieder und eine Fachkraft verdienen im Schnitt 529 956 Franken).

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Betroffen von der «Pro Service Public»-Initiative wären aber nicht nur CEOs und Konzernleitungs-Mitglieder. Sie würde auch über 40 Verwaltungsräte tangieren. «Deren Pensen müssen auf 100 Prozent hochgerechnet werden», sagt Peter Salvisberg, Geschäftsleitungsmitglied der Konsumenten-Zeitschriften «K-Tipp» und «Saldo» in der Zeitung. «Liegen sie über einem Bundesratslohn, sind sie betroffen.»

(gku)