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Nachfolgeregelung
Sesselwechsel mit Schwierigkeiten

Leere Chefetage: Viele Schweizer Unternehmenslenker gehen ihre Nachfolgeregelung nur zögerlich an. (Bild: Keystone)

Für über 50'000 Schweizer Firmen könnte der Generationenwechsel ein Problem darstellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie. Betroffen sind vor allem kleine Unternehmen und Einzelfirmen.

Veröffentlicht am 15.08.2013

Bei 54'953 Firmen in der Schweiz könnte sich der Generationenwechsel als schwierig erweisen. Dies besagt eine Studie des Wirtschaftsinformationsdienstes Bisnode D&B. Bei den Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten haben der Studie zufolge 12 Prozent ein mögliches Nachfolgeproblem. Nur 4,5 Prozent sind es dagegen bei den mittelgrossen Unternehmen.

Aufgeschlüsselt nach Rechtsform zeigt sich, dass die Probleme bei der Weiterführung vor allem bei Einzelfirmen bestehen dürften. Dort sind 19,3 Prozent potenziell betroffen. Bei den Aktiengesellschaften sind es 10,6 Prozent, bei Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) nur 4,5 Prozent.

Familienunternehmen gehen Nachfolge nur zögerlich an

Die Studie von Bisnode D&B ist nicht die erste zum Thema Generationenwechsel in Schweizer Firmen. Das Problem ist akut. Fast 90 Prozent der schweizerischen Unternehmen sind in Familienbesitz. Ein Viertel davon muss in den nächsten fünf Jahren die Nachfolge regeln. Die Mehrheit von ihnen befasst sich laut verschiedenen, breit angelegten Befragungen des HSG-Family Business Center nicht mit diesem Thema.

Die Nachfolgeprobleme existieren laut Bisnode B&D in erster Linie im Druck- und Verlagsgewerbe, bei Immobilienmaklern und -verwaltungen, sowie im Detailhandel. In diesen Branchen sei der Anteil an Firmen mit überalterten Inhabern besonders hoch. Wenig Schwierigkeiten diesbezüglich gibt es dagegen in jungen Branchen, etwa bei den Informatikdienstleistern.

Mehr als 470'000 Firmen untersucht

Die Studienautoren untersuchten 470'158 Firmen mit maximal 249 Mitarbeitenden und einer der drei Rechtsformen Einzelfirma, Aktiengesellschaft oder GmbH. Ein potenzielles Nachfolgeproblem wurde dann festgestellt, wenn je nach Rechtsform der Inhaber, die Gesellschafter oder die Verwaltungsräte mindestens 60 Jahre alt sind.

(moh/tno/awp/sda)

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