Die Einkaufstour kleinerer Unternehmen des Genfer Warenprüf- und Zertifizierungskonzerns SGS geht weiter: Nun übernahm die Firma die kolumbianische Estudios Técnicos. Dennoch sieht sich der Konzern als genügend kapitalisiert an, um ein neues Aktienrückkaufprogramm zu lancieren.

Aktienrückkauf für Mitarbeiter

Mit dem am Montag gestarteten Programm will SGS bis spätestens Ende 2014 maximal 150'000 eigene Aktien im Gesamtwert von bis zu 250 Millionen Franken zurückkaufen. Die Aktien sollen für Beteiligungspläne der Mitarbeitenden respektive zum Umtausch von Wandelanleihen genutzt werden.

SGS setzt seine Mittel auch weiterhin dafür ein, weitere Unternehmen zu kaufen. Mit der Übernahme der auf Projektüberwachung spezialisierten Estudios Técnicos SA (ETSA) stärke das Unternehmen seine Geschäfte in Kolumbien und erhalte Zugang zu den rasch wachsende Märkte Bergbau und Öl, heisst es in einem Communiqué.

Ein Kaufpreis wird nicht genannt. ETSA erzielte 2011 mit 500 Mitarbeitern einen Umsatz von umgerechnet 48,5 Millionen Franken. Die Firma verfügt neben der Zentrale in Bogota über rund 50 Projektbüros im gesamten Land.

SGS hat in den vergangenen Monaten gegen ein Dutzend Firmen übernommen, darunter die britische Roplex Engineering und die chilenische CIMM. Damit wurde das Prüfgeschäft in der Ölindustrie und im Bergbau gestärkt.

(chb/vst/sda)