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SGS sieht grosse Chancen in Afrika

Kleiderfabrik in Lesotho: SGS glaubt an den Kontinent – gesonderte Zahlen gibt es aber nicht. Keystone

Der Warenprüfer aus Genf sieht in Afrika grosses Potential und baut die Investitionen auf dem Kontinent aus. Motoren sind zum Beispiel die Etablierung neuer Umwelt- und Sozialvorschriften.

Veröffentlicht am 04.04.2016

Trotz der Krise im Bergbau und im Ölsektor in vielen afrikanischen Ländern plant der Warenprüfungskonzern SGS einen Ausbau seiner Investitionen auf dem Kontinent. Das Genfer Unternehmen will seine Präsenz und seine Marktführerschaft in der Region festigen. Gute Chancen verspricht vor allem der wachsende Sektor Gesundheitsschutz, Umwelt und Sicherheit (HSE von englisch Health, Safety and Environment). «SGS erachtet Afrika als eine Region mit grossem Potential», sagt Natacha André, bei SGS für den HSE-Sektor in Afrika verantwortlich, der Nachrichtenagentur sda. Die Sparte beschäftigt 200 Mitarbeiter und wächst jährlich um 15 Prozent.

Detaillierte Zahlen über den Jahresumsatz in Afrika gibt das multinationale Unternehmen mit Sitz in Genf zwar nicht bekannt. Aber der vor zwei Jahrzehnten in der Region gestartete HSE-Sektor wächst beständig: Jedes Jahr eröffnet SGS in Afrika neue Büros, bietet neue Dienstleistungen an und vergrössert die Zahl seiner Partner.

Neue Umwelt- und Sozialvorschriften als Chance

Die wichtigsten Wachstumsmotoren sind die Etablierung neuer Umwelt- und Sozialvorschriften sowie die Stärkung interner Richtlinien in der sozialen und solidarischen Wirtschaft. Immer mehr Afrikaner werden sich der möglichen Auswirkungen ihrer Aktivitäten auf die Umwelt, die Gesundheit und die Sicherheit der Arbeitnehmer sowie der Umwelt bewusst. Massnahmen und Mittel neuen Umweltvorschriften anzupassen, benötigt jedoch Zeit.

SGS verfügt über spezialisierte Labors und Büros in 17 afrikanischen Ländern, um Dienstleistungen in der gesamten Region anbieten zu können. Dieses Netzwerk ist Teil eines viel grösseren globalen Netzwerks von mehr als 90 Labors in 60 Ländern. Gemäss André ist SGS in Afrika an zahlreichen Projekten beteiligt, bei denen es um eine direkte oder indirekte Reduktion des Ausstosses von Treibhausgasen geht. Dabei handelt es sich um teils ehrgeizige Projekte mit erneuerbaren Energien.

Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels

In diesem Zusammenhang hat SGS ein Klimaschutzprogramm in Afrika lanciert. Das Unternehmen bietet seinen Kunden unter anderem ein breites Spektrum an Schulungen an. Die betroffenen Länder sollen mit den entsprechenden Werkzeugen Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels einführen und kontrollieren.

Die Partner von SGS in Afrika umfassen verschiedenste Bereiche und sie alle wollen vom Know-how des Material- und Warenprüfers profitieren. Mit den Umweltverträglichkeitstests können Unternehmen zum Beispiel prüfen lassen, wie es um die Qualität der Luftemissionen ihrer Anlagen oder des abgelassenen Wassers steht, wie stark der Boden verschmutzt wird oder wie sich Lärm sich auf die Umwelt auswirkt.

SGS hat «einzigartiges Wissen in Afrika»

Neu hinzugekommen ist in letzter Zeit eine Dienstleistung, bei der es um das Wohlbefinden am Arbeitsplatz geht. Mit Expertisen kann SGS Unternehmen unterstützen, die ihren Angestellten ein Arbeiten unter möglichst gesunden und sicheren Bedingungen ermöglichen wollen.

«Wir können einen Arbeitsplatz auf die Präsenz von Faktoren hin prüfen, die die Gesundheit der Arbeitnehmer beeinträchtigen können», sagt André. «Dazu gehören etwa die Luftqualität in Produktionsräumen, beispielsweise das Vorhandensein von Asbest, oder die Auswirkungen von Lärm und Vibrationen sind alles Bereiche, in denen SGS über ein einzigartiges Wissen in Afrika verfügt.»

(sda/gku)
 

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