Das niederländische Ölunternehmen Shell hat am Sonntag mit seinen umstrittenen Probebohrungen vor der Nordwestküste Alaskas begonnen. US-Behörden vermuten in der arktischen Tschuktschensee und der angrenzenden Beaufortsee rund 26 Milliarden Barrel Öl und 3,68 Billiarden Kubikmeter Erdgas.

Ende vergangenen Monats hatte US-Innenminister Ken Salazar die Probebohrungen genehmigt, obwohl Shells Spezialschiff für die Bekämpfung von Leckagen weder zertifiziert noch in der Nähe des Bohrlochs stationiert ist.

Umweltorganisationen haben die Bohrungen in der arktischen See immer wieder scharf kritisiert, da ihrer Einschätzung nach keine überzeugenden Notfallpläne für den Fall einer Ölpest vorliegen.

(chb/jev/sda)