Der Medien-Unternehmer Tyler Brûlé verstärkt seine geschäftliche Aktivität in der Schweiz. Das schreibt die «Handelszeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe. In einem ersten Schritt will der Chef des Magazins «Monocle» seine Redaktion in Zürich von drei auf sechs Angestellte verdoppeln.

Per Frühling 2018 plant Brûlé zudem neue Räumlichkeiten im Zürcher Seefeld-Quartier. «An diesem Standort sind zusätzlich zur Print-Redaktion auch ein Radiostudio und ein Shop geplant», sagt Brûlé.

«Schweiz ist wichtigster Werbemarkt»

Nicht zuletzt der Brexit sorge dafür, dass er «eine Art «Re-Fokus» auf die Schweiz anwende, sagt Brûlé. London werde zwar immer eine globale Stadt bleiben, glaubt der gebürtige Kanadier, «aber zu befürchten ist, dass dort die Kaufkraft schwinden wird».

Nicht so in der Schweiz, «wo unser wichtigster Werbemarkt liegt». In Zürich betreibt Brûlé auch eine Einheit seiner Kommunikationsagentur Winkreative.

Hürde für Hunde- und Pferdehalter

Wer für «Monocle» arbeiten wolle, müsse Englisch, Deutsch und Italienisch draufhaben, über eine gute Radiostimme verfügen und möglichst flexibel sein, sagt Tyler Brûlé: «Unsere Leute reisen viel. Da hält man besser weder Hunde noch Pferde.»

Das Wort des Chefs hat Gewicht. Immerhin gehören 85 Prozent an «Monocle» Tyler Brûlé selber. Der japanische Nikkei-Medienkonzern halte um fünf Prozent, der Rest liege bei einer Schweizer und einer schwedischen Familie.

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Swissness-Stylepapst

Brûlé hat einen Ruf als «Swissness-Stylepapst», der von seinem Engagement für die Airline Swiss bei deren Gründung vor 15 Jahren herrührt. Auch heute noch meldet sich Brûlé immer mal wieder mit Schweiz-Kommentaren. Für sein Magazin «Monocle», das seine November-Ausgabe der Schweiz widmen wird, arbeiten heute gemäss eigener Aussage weltweit 150 Angestellte.

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