Der Traum vieler Menschen, unter Palmen zu studieren, auf einer Parkbank oder in einer Ferienwohnung zu sitzen und dabei dank modernster Technik online zu arbeiten und zu lernen, ist Realität geworden. Diese Studienform findet immer mehr Anhänger und schliesst eine Lücke im Schweizer Bildungswesen.

So meldete etwa die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) im vergangenen September einen Rekordzuwachs: Für ein Bachelor-studium 2008/09 haben sich insgesamt 601 Studierende angemeldet - 10% mehr als im Vorjahr.

Universität kommt nach Hause

«Holen Sie sich die Uni ins Haus», lockt die Homepage der Mitglieder von Universitäre Fernstudien in der Schweiz. Die Stiftung gleichen Namens bietet universitäre Studiengänge an, die es Lernwilligen, die beruflich engagiert sind, Familie haben, örtlich oder zeitlich gebunden sind, trotzdem erlauben, ein Hochschuldiplom zu bekommen.

Möglich wird dies sowohl im Bereich sogenannt grundständi-ger Bildungsangebote auf universitärer Ebene als auch im Weiterbildungsbereich. Wer sich etwa für den sechssemestrigen Bachelor- und Masterstudiengang Informatik einschreibt oder für einen der zwei Bachelorstudiengänge Wirtschaftswissenschaft (einer davon mit Doppeldiplom Schweiz und Deutschland), kann sicher sein, dass sein Studium höhere universitäre Weihen hat.

Anzeige

Bei den Finanzierungsgesprächen mit dem Arbeitgeber oder im Curriculum Vitae für Bewerbungsdossiers hat ein solcher Abschluss durchaus Gewicht. Der Grund: Universitäre Fernstudien Schweiz ist vom Bund als uni-versitäres Institut anerkannt, darüber hinaus vom OAQ, dem Organ für Akkreditierung sowie Qualitätssicherung an den schweizerischen Hochschulen. Die Zentren für universitäre Fernstudien in Brig VS und Pfäffikon SZ sind Ansprechpartner für die Deutschschweiz, für das Welschland ist es das Zentrum in Sierre VS.

Das Konzept der Universitäre Fernstudien Schweiz stützt sich auf drei Pfeiler: Das Selbststudium anhand von Literatur. Den Präsenzunterricht mit den Dozierenden, der alle drei Wochen samstags in Bern stattfindet. Dort werden Fragen gestellt, es wird diskutiert und der Stoff wird verknüpft. Der letzte Pfeiler ist das Online-Studium über die Lernplattform. Es ist gewissermassen das Pendant zum wöchentlichen Gang an die Universität und gibt den Studierenden eine klare Struktur vor. Jede Woche bekommen die Teilnehmenden Aufgaben online, die zu lösen sind und eingesandt werden müssen.

Ein weiterer Anbieter im Internet ist die Klett-Akademie mit einem breiten Spektrum an beruflichen und privaten Weiterbildungsmöglichkeiten in über 65 Angeboten vom Sprachkurs bis zum eidgenössischen Fachausweis, zum Beispiel Diplomierter Ökonom. Wer sich für Distance-E-Learning entscheidet, kann von der Flexibilität sowie Mobilität profitieren, und dazulernen, wann und wo er möchte.

Moderner Fernunterricht - und das gilt auch für andere Angebote (siehe Kasten) - kommt den individuellen Bedürfnissen weitmöglichst entgegen. Schliesslich ist der virtuelle Internet-Campus 24 Stunden geöffnet, der Studienbeginn meistens flexibel, im Netz geben Online-Teacher Instruktionen sowie Erklärungen und dazu finden persönliche Treffen mit Lehrern und anderen Lernenden statt.

Feedback folgt in wenigen Tagen

Bei der AKAD Home Academy steht beispielsweise ein Korrekturservice zur Verfügung. Prüfungsaufgaben löst man im virtuellen Lernraum. Innert weniger Tage kommt das Feedback: Eine benotete und kommentierte Rückmeldung mit den richtigen Lösungen.

Anzeige

Die AKAD Home Academy richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene und bietet Lehrgänge in den Bereichen berufliche Weiterbildung, Schule und Studium sowie Sprachen und Freizeit. Mit einem geringen Zusatzaufwand erhalten die Teilnehmenden anerkannte Zertifikate und Sprachdiplome.