Auf 5,69 Mrd Fr. im Inland (-1,7% gegenüber Vorjahr) und auf 269 Mio Fr. im Ausland (-8,5%) beliefen sich die werkvertraglich erbrachten Bauleis-tungen der 19 im Verband Schweizerischer Generalunternehmer (VSGU) zusammengefassten General-(GU)/Totalunternehmer (TU) im vergangenen Jahr. Das bedeutet: Bis anhin sind die Gesamtdienstleister von der Wirtschaftskrise - allerhöchstens - leicht gestreift worden. Und auch für 2009 stehen die Signale, interpretiert man die Prognosen von VSGU-Präsident Hans-Peter Domanig, nach wie vor auf Grün (siehe Seite 63). Drei Firmen rechnen für 2009 mit einem steigenden Auftragsbestand, 13 mit gleichbleibender Auslastung und lediglich vier mit einer fallenden Entwicklung.

Auf den Erfolgen ausruhen wollen die VSGU-Mitgliedfirmen allerdings nicht. Weil mit der zunehmenden Marktöffnung immer mehr Anbieter in das interessante GU-Marktsegment eindringen, diese Anbieter aber nicht immer für Seriosität und Qualität einstehen, führt der Verband ein Qualitätslabel ein. Damit sollen die vertrauenswürdigen Baupartner und -profis in Zukunft klarer erkennbar sein und sich von den «Auch-GU» unterscheiden (siehe Seite 72).

Das Label streicht Qualität als wichtiges Fundament der Baubranche heraus. Wünschenswert ist zudem, dass im direkten Umfeld der grossen Anbieter der hiesigen GU-Branche, bei Implenia (Streit mit Investor Laxy) und bei Karl Steiner (Alleingang?), Ruhe einkehrt. Hierzu ist allerdings mehr nötig als ein Label.

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