Nicht nur für Prominente aus aller Welt ist die Sonnenbrille das Markenzeichen. Sie erlangt jeden Sommer aufs Neue Kultstatus, denn sie bietet weit mehr als Schutz vor Sonnenstrahlen. Sie verschafft dem Träger einen strategischen Vorteil: Mit ihr kann man unbemerkt Menschen beobachten und ist zugleich selbst vor neugierigen Blicken geschützt. Sie verbirgt unsere Augen und damit unser Selbst. Sie lässt das Gegenüber im Zweifel und steigert die Neugierde. Eine Sonnenbrille macht mehr aus ihren Trägern. Sie verleiht ihnen Allüren und verwandelt sie innert Sekunden in Diven und Machos. Sie kaschiert optische Mängel und perfektioniert das Erscheinungsbild.

Kein Wunder, dass nicht nur Modehäuser und Sportartikelfirmen, sondern auch renommierte Schmuck- und Uhrenhersteller alljährlich eine Fülle neuer Sonnenbrillenmodelle auf den Markt bringen. Ihre Produkte finden reissenden Absatz - auch wenn vierstellige Preise keine Seltenheit sind.

Die Qualität exklusiver Sonnenbrillen spricht für sich: Sie sehen nicht nur toll aus, sondern sie sind auch hochwertig verarbeitet. Die Anforderungen an eine gute Sonnenbrille sind hoch: Sie sollte leicht sein und sich in der Form den Gesichtskonturen anpassen, die Gläser müssen über einen adäquaten UV-Schutz verfügen und blendende Sonnenstrahlen reduzieren.

Retro-Chic mit Pilotenbrillen

Genau wie die Kleidermode sind auch Sonnenbrillen rasch wechselnden Modetrends unterworfen. Modebewusste kaufen sich daher oft in jeder Saison eine neue Sonnenbrille, um ihr Outfit optimal abzurunden und ihren persönlichen Stil zu unterstreichen.

Auch in der kommenden Sommersaison wird sie in unzähligen Varianten zu sehen sein: Kleine Gläser, die zarten Gesichtern gut stehen, sind ebenso im Sortiment wie Brillen mit riesigen, auffälligen Gestellen.

Der Trend zum Retro-Chic setzt sich weiter fort. Die neuen Gestelle sind inspiriert von den 40er bis 70er Jahren. Der grosse Renner der letzten Saison war der Klassiker Wayfarer von Ray Ban in den verschiedensten Farben sowie davon inspirierte, ausgesprochen maskuline Modelle. Ein solches haben etwa Tag Heuer mit Roadster oder Montblanc mit New York in ihrem Programm. Beide verraten ihre Herkunft durch den typischen Montblanc-Stern respektive das Tag-Heuer-Logo im Glas.

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Bei den sportlichen Sonnenbrillen geben zudem die Pilotenbrillen den Ton an, die nicht nur bei Männern beliebt sind. Es gibt sie vom schlichten Modell aus schwarzem Acetat von Bulgari bis hin zum edlen Goldgestell mit dem typischen Lederdekor in der Gestellmitte bei der Santos-Dumont-Kollektion von Cartier. Die typischen Pilotenbrillen sind explizite Referenzen an den Stil der 70er Jahre und feiern das Revival dieses absoluten Must-Have der damaligen Mode.

Extravagante randlose Brillen

Randlose Brillen passen zu jedem Gesicht und sind bei Männern wie Frauen beliebt. Sie reichen vom schlichten, klassischen Herrenmodell bei Chopard mit dezenten Akzenten aus Ebenholz und Weissgold bis hin zur eher exzentrischen, limitierten Love-Edition von Swarovksi ganz in Vintage-Rosa, besetzt mit 800 Kristallen.

Diese Brille - auch mit Kunststoffgestell erhältlich - taucht nicht nur die Welt der Brillenträgerin in zartes Rosa, sondern verfügt als Besonderheit auch über eine spezielle Duftfunktion: Wenn man die Duftfolie mit dem Love-Schriftzug auf dem Bügel sanft reibt, platzen die Mikrokapseln und Rosenduft macht sich breit.

Bereits zwei Jahre alt, aber nach wie vor sehr aktuell ist die randlose Panthère-Kollektion von Cartier, die durch ihre grosse Auswahl an Varianten überzeugt. Die Bügel mit dem typischen Cartier-Panther als Eyecatcher auf dem Scharnier gibt es wahlweise mit einem Finish in Ruthenium, Gold oder Platin, die Gläser sind in Grau, Braun, Blau, Beige oder Rosa erhältlich.

Andere randlose Modelle von Cartier können von Männern wie Frauen getragen werden und heben sich durch ausgefallene Holz- oder Hornbügel hervor.

Wie Cartier mit seinem Panther beziehen sich auch andere Hersteller beim Design ihrer Sonnenbrillen direkt auf ihre Schmuckkollektionen. Chopard nimmt in seinem Modell Happy Spirit Bezug auf seine Schmuckkollektion Happy Bubbles, deren charakteristisches Element die konzentrischen, mit Strasssteinen besetzten Kreise sind. Auf der Sonnenbrille formieren sich die Ringe mit den Strasssteinen zu einer glitzernden Kaskade, die in Kombination mit den farbigen Gläsern die Blicke auf sich zieht. Von dieser Kollektion gibt es zudem eine auf 999 Exemplare limitierte Ausgabe mit einem strassbesetzten goldenen C zwischen den Gläsern.

Gilt immer: Hang zur Exzentrik

Die überdimensionierten XXL-Gestelle der letzten und vorletzten Saison wurden inzwischen zu XL-Modellen verkleinert, sind aber teilweise immer noch sehr gross. Einen mondänen Look verleiht seiner Trägerin etwa das Modell Capri von Montblanc, das kühle Exzentrik für heisse Tage ausstrahlt. Auffällige Montblanc-Sterne mit Perlmutteffekt an den Scharnieren machen aus dieser Sonnenbrille ein Schmuckstück.

Die Brille als Bijou findet sich auch bei Bulgari. Grosse, abgerundete Fassungen, getönte Gläser und Bügel mit gebogenen Enden erinnern an klassische Modelle der 70er Jahre. Die wie aneinander gereihte Glieder einer Halskette gestalteten emaillierten und mit Kristallen besetzten Bügel der Special Edition sind vom Design eines Bulgari Sautoirs aus den 1970ern inspiriert. Bei dieser Sonnenbrille stand für das Motiv der schwebenden Diamanten eine Designskizze Pate, aus der später die legendäre Modulschmucklinie Parentesi hervorging. Diese limitierte Edition gibt es in den Farben Schwarz, Gold- und Rotbraun.

Das sind die Farben der Saison

Überhaupt sind in der kommenden Saison vermehrt warme Braun- und Beigetöne neben kühlen Rosa-, Blau und Violetttönen zu finden. Ob Horn oder Schildpatt, ob Kunststoff oder Edelmetall - auch bei den Rahmen ist für jeden Geschmack das Passende dabei, um den persönlichen Stil zu unterstreichen und das Spiel mit der Mode abzurunden.