Das Pharmaunternehmen Siegfried ist im ersten Halbjahr 2013 sehr profitabel gewachsen. Bei einem Umsatzanstieg um 10,0 Prozent auf 196,7 Millionen Franken resultierte ein Reingewinn von 18,5 Millionen Franken. Das waren 41 Prozent mehr als im Vorjahr, als Siegfried noch einen Überschuss von 13,2 Millionen Franken ausgewiesen hatte.

Das Unternehmen erwartet, dass sich der positive Trend fortsetzt. «Die verschiedenen strategischen Projekte kommen planmässig voran und werden in den kommenden Jahren für eine weitere Verbesserung der operativen Kennzahlen sorgen», teilte Siegfried mit.

Der Betriebsgewinn (Ebit) kletterte im ersten Semester 2013 um 72,4 Prozent auf 15,6 Millionen Franken. Auch die Profitabilität stieg überproportional an: Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich um 31,2 Prozent auf 27,9 Millionen Franken, was einer Marge von 14,2 Prozent entspricht (Vorjahresperiode: 11,9 Prozent).

Die Gründe für das erfreuliche Ergebnis sei ein «vorteilhafter Produktemix» und ein «diszipliniertes Kapazitäts- und Kostenmanagement», liess sich Konzernchef Rudolf Hanko im Halbjahresbericht zitieren. Zudem habe die vor einem Jahr getätigte Übernahme von Alliance Medical Products einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der operativen Kennzahlen geleistet.

Mehr Umsatz in beiden Geschäftsfeldern

Bei den fertig formulierten Medikamenten meldete Siegfried einen Umsatzanstieg um fast 28 Prozent auf 61,7 Millionen Franken. Im Bereich Wirksubstanzen, den im Auftragsverhältnis produzierten pharmazeutischen Wirkstoffen, stiegen die Umsätze um 3,5 Prozent auf 135,0 Millionen Franken.

Die wichtigsten Umsatzträger hätten sich dabei stabil entwickelt, so Siegfried. Das Unternehmen habe zudem von der steigenden Nachfrage im Bereich kontrollierte Substanzen und zusätzlichen Aufträgen in der Exklusivsynthese profitiert.

Fabrik in China auf Kurs

Die Projekte für eine weitere Steigerung von Umsatz und Profitabilität kämen planmässig voran, hiess es weiter. Das Werk im chinesischen Nantong, wo eine Produktionsanlage mit einer Kapazität von 300 Kubikmetern gebaut wird, solle Mitte 2014 die Produktion aufnehmen und ab 2015 rund 300 Mitarbeitende beschäftigen.

Am Hauptsitz Zofingen werde ausserdem der Bau eines neuen Chemiebetriebs mit einer Kapazität von 100 Kubikmetern vorbereitet.

(sda/vst/aho)

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