Der Pharmazulieferer Siegfried hat im ersten Halbjahr 2015 den Umsatz aufgrund der Ende letzten Jahres getätigten Übernahme von Hameln Pharma ziemlich deutlich gesteigert. Die Profitabilität konnte auf einem hohen Niveau stabil gehalten werden und das Unternehmen stellt seinen Aktionären eine höhere Dividende in Aussicht.

Konkret nahm der Nettoumsatz um 21,5 Prozent auf 200,7 Millionen Franken zu (plus 25 Prozent in Lokalwährungen). Damit habe die Gruppe den höchsten Umsatz seit über 10 Jahren erzielt, teilte Siegfried am Mittwoch mit. Der Ebitda legte um knapp 22 Prozent auf 34,6 Millionen Franken zu und die Marge verharrte bei 17,2 Prozent. Der Ebit lag bei 20,5 Millionen (plus 23 Prozent) und die Marge erhöhte sich leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent.

Höhere Dividende fürs Geschäftsjahr erwartet

Siegfried streicht heraus, dass die Ende 2014 übernommene Hameln Pharma, deren Integration kurz vor dem Abschluss stehe, die Profitabilität dabei noch etwas verwässert habe. Der Reingewinn nahm schliesslich um 6,7 Prozent auf 20,1 Millionen Franken zu.

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Mit den vorgelegten Zahlen hat Siegfried die Erwartungen der Bank Vontobel und der Zürcher Kantonalbank erfüllt bis übertroffen. Diese hatten einen Umsatz von 201,7 Millionen bzw. 194,6 Millionen, ein Ebit von 20,4/20,5 Millionen sowie einen Reingewinn von 19,9/17,5 Millionen Franken veranschlagt.

Siegfried rechnet im zweiten Halbjahr 2015 mit vergleichbaren Umsätzen in lokalen Währungen wie im ersten Halbjahr 2015 und einer weiterhin stabilen Profitabilität. Ausgeklammert sind die Umsätze der von BASF übernommenen Geschäfte. Diese Akquisition wurde im Mai angekündigt. Zudem gehe Siegfried davon aus, dass die Dividende für das Geschäftsjahr 2015 erhöht werden kann. Für 2014 kamen 1,50 Franken je Anteil zur Ausschüttung.

(awp/gku/ama)