Der deutsche Industriekonzern Siemens bleibt endgültig an einer Strafe von fast 400 Millionen Euro wegen Verstössen gegen das EU-Kartellrecht hängen. Der Europäische Gerichtshof schmetterte die Berufung gegen das Urteil der Vorinstanz ab. Schon 2011 hatte das EU-Gericht die Klage von Siemens gegen eine Kartellstrafe der EU-Kommission in Höhe von rund 397 Millionen Euro abgewiesen.

Der Münchener Konzern war daraufhin vor den EuGH gezogen. Mit dem Urteil des EuGH ist die Strafe nun rechtskräftig. Die EU-Kommission hatte Siemens und zehn andere Unternehmen aus Europa und Japan im Januar 2007 wegen eines Kartells für gasisolierte Schaltanlagen zu Geldbussen von insgesamt 750 Millionen Euro verdonnert.

Auftragskontingente aufgeteilt

Siemens hatte dabei die höchste Busse kassiert. Den Unternehmen war vorgeworfen worden, Ende der 80er Jahre in diesem Marktsegment Auftragskontingente aufgeteilt und Preise abgesprochen zu haben.

(sda/se/moh)