Die Ukraine-Krise beunruhigt Siemens-Chef Joe Kaeser zunehmend. «Wir sind natürlich auch besorgt über die Entwicklung, die sich leider nochmal deutlich verschärft hat», sagte Kaeser bei einer Vorstandsklausur der CSU im oberbayerischen Andechs. Sein Unternehmen werde das beobachten.

Die möglichen Konsequenzen wolle er «jetzt nicht bewerten, bevor die Dinge nicht klar sind», ergänzte Kaeser. «Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass man miteinander und nicht übereinander reden muss.» Wenn nötig, müsse es aber auch andere Massnahmen geben. «Wenn es zu Sanktionen kommen muss, weil sie politisch hoffentlich das bewirken, was die Menschheit will, nämlich den Frieden, dann sind wir die Ersten, die sich dort auch einreihen.»

«Vertrauensvollen Beziehung»

Ende März hatte Kaeser den russischen Präsidenten Wladimir Putin in dessen Residenz bei Moskau getroffen. Danach sprach er von einer «vertrauensvollen Beziehung» zu russischen Unternehmen und verwies darauf, dass Siemens seit 160 Jahren in Russland tätig sei. Das Unternehmen hat eine Kooperation etwa mit der russischen Eisenbahn, dessen Chef Wladimir Jakunin auf der Sanktionsliste der USA wegen des russischen Griffs nach der Krim steht. 

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(reuters/dbe)