Siemens erntet die ersten Früchte seines straffen Sparkurses: Zum Auftakt des Geschäftsjahrs 2013/14 fuhr der Konzern unter dem Strich 1,46 Millliarden Euro Überschuss ein und damit ein Fünftel mehr als vor einem Jahr. Analysten hatten auch einen kräftigen Gewinnsprung erwartet, weil das Unternehmen keine weiteren Kosten durch sein Sparprogramm schultern musste. Die waren schon im vergangenen Geschäftsjahr verbucht worden. Auch der operative Gewinn, den Siemens als Segmentergebnis ausweist, legte zwischen Oktober und Ende Dezember kräftig auf 1,79 Milliarden Euro zu, wie der Konzern vor Beginn der Hauptversammlung mitteilte.

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Starker Euro belastet

Belastungen gab es indes durch den starken Euro: Der Umsatz ging unter anderem durch ungünstige Währungseffekte um drei Prozent auf 17,3 Milliarden Euro zurück. Dafür legten die Bestellungen um neun Prozent auf 20,8 Milliarden Euro zu. Der Auftragsbestand wuchs auf einen Rekordwert von 102 Milliarden Euro. Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2013/14 bestätigte das Management. Siemens rechnet weiter mit 15 Prozent mehr Gewinn – aus Sicht vieler Experten eine eher bescheidene Prognose.

Abschied von New York

Unterdessen zieht sich der Konzern von der New Yorker Börse zurück. Die dortige Notierung solle bald beendet werden, hiess es. Als Grund nannte Siemens das schrumpfende Interesse dortiger Investoren. Das Volumen an der NYSE habe 2013 nur rund fünf Prozent des weltweiten Handels mit Siemens-Papieren ausgemacht.

(awp/tke/vst)