Der neue Siemens-Chef Joe Kaeser muss am Tag vor seinem Amtsantritt einen Gewinneinbruch vermelden. Im abgelaufenen Quartal sei der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft binnen Jahresfrist um 13 Prozent auf eine Milliarde Euro geschrumpft, teilte Siemens mit. Der Umsatz ging demnach um zwei Prozent auf knapp 19,3 Milliarden Euro zurück. Die Zahlen lagen im wesentlichen im Rahmen der Analystenerwartungen.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Besonders die Zugsparte schnitt schlecht ab. Die technischen Probleme in dem Geschäft sowie der Sanierungskurs des scheidenden Konzernchefs Peter Löscher hat den Infrastruktursektor in die roten Zahlen gedrückt, hiess es. Dort stand ein Fehlbetrag von 15 Millionen Euro zu Buche.

Grossauftrag aus England

Zugleich sorgte das Zuggeschäft mit einem drei Milliarden Euro schweren Auftrag aus England allerdings dafür, dass der Auftragseingang des Konzerns um ein Fünftel auf 21,1 Milliarden Euro kletterte.

Unter dem Strich verdiente Siemens durch die Trennung von Osram und seiner Anteile am Netzwerkbauer NSN mit 1,1 Milliarden Euro fast die Hälfte mehr als im Vergleichszeitraum. Den im Frühjahr gesenkten Ausblick für das Gesamtjahr hielt Siemens aufrecht. Aus dem fortgeführten Geschäft wollen die Münchner einen Gewinn von vier Milliarden Euro erwirtschaften.

(rcv/aho/reuters)