1. Home
  2. Unternehmen
  3. Siemens ist «optimistisch» für Züri-Tram-Auftrag

Rechtsstreit
Siemens ist «optimistisch» für Züri-Tram-Auftrag

«Technisch besser als Bombardier»: Siemens-Schweiz-Chef Siegfried Gerlach. Keystone

Im Streit um die Auftragsvergabe des Züri-Trams ist Siemens-Schweiz-Chef Siegrid Gerlach zuversichtlich. Er glaubt daran, den dreistelligen Millionenauftrag doch noch an Land zu ziehen.

Von Bernhard Fischer
am 09.11.2016

Siemens-Schweiz-Chef Siegfried Gerlach ist im Interview mit der Handelszeitung «optimistisch», doch noch den Zuschlag für die Lieferung des Züri-Trams im Wert von mehr als 350 Millionen Franken zu erhalten. «Und zwar deshalb, weil das Gericht zusätzliche Unterlagen eingefordert hat und unseren Einwand also nicht für trivial erachtet», sagt Gerlach.

Scharfe Kritik

Zuletzt erging der Multimillionenauftrag an den Konkurrenten Bombardier. Die Mitbieter Siemens Schweiz und Stadler Rail hatten das Nachsehen.  Gerlach kritisiert die Zürcher Verkehrsbetriebe bei der Auftragsvergabe dafür scharf: «Wie kann es sein, dass das Tram von Siemens, das für Zürich insgesamt 200 Millionen Franken günstiger ist und in Basel technisch besser abgeschnitten hat als jenes von Bombardier, nicht zum Zug kommt?»

Entscheid steht bevor

Siemens Schweiz hatte wegen angeblicher Ungereimtheiten bei der Bewertung der Offerten im Mai zusammen mit Stadler Rail Einspruch gegen den Zuschlag an den Konkurrenten Bombardier erhoben. Nun muss das Zürcher Verwaltungsgericht entscheiden.

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.

Anzeige