Siemens unterbreitet  dem französischen Technologiekonzern Alstom ein Angebot. Das hätten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, teilte Siemens mit. «Voraussetzung dafür ist, dass Alstom Siemens einen Zeitraum von vier Wochen mit Zugang zu Daten des Unternehmens und erforderlichen Managementinterviews einräumt, damit Siemens eine angemessene Prüfung des Alstom-Geschäfts durchführen kann», erklärte der Münchner Konzern. Das habe Siemens dem Alstom-Management mitgeteilt. Weiter wolle sich der Konzern nicht äussern.

Insider gehen vor einem Kaufpreis von etwa 14 Milliarden Dollar aus. GE bietet Kreisen zufolge 13 Milliarden Dollar.

«Faire und konstruktive» Debatte

Die Aktien von Alstom sollen den Behörden zufolge ab Mittwoch wieder gehandelt werden. Die Börsenaufsicht AMF erklärte in Paris, sobald die Marktteilnehmer über Inhalt und Modalitäten der Offerten informiert worden seien, solle die Handelsaussetzung beendet werden.

Frankreichs Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg hatte nach eigenen Angaben die AMF eingeschaltet. Sie solle Alstoms Management anhalten, beide Angebote gleichzubehandeln und eine «faire und konstruktive» Debatte über eine mögliche Übernahme zu führen, sagte er. Alstom-Chef Patrick Kron bevorzugt offenbar die GE-Offerte, die französische Regierung hingegen Siemens. Montebourg sagte, in der Sache gehe es nicht nur um finanzielle, sondern auch um industrielle und soziale Interessen. Die Regierung wolle die Interessen Frankreichs verteidigen. Die AMF erklärte anschließend, Alstom solle alle Optionen objektiv und professionell prüfen.

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(reuters/dbe)