Bei Siemens muss einem Pressebericht zufolge ein weiterer Spitzenmanager seinen Posten räumen. Nach dem Abschied von Peter Löscher als Konzernchef Ende Juli und dem jüngsten Rückzug von Josef Ackermann im Aufsichtsrat muss der Online-Ausgabe der österreichischen «Kronen Zeitung» zufolge Siemens-Personalchefin Brigitte Ederer per Ende September ihren Posten räumen. Der Beschluss solle bereits auf der Gremiumssitzung am Mittwoch in Berlin erfolgen. Der Münchener Dax-Konzern wollte sich zu dem Bericht nicht äussern.

«Fachmann aus dem Ausland»

Nach dem Abgang von Ackermann im Aufsichtsrat will Chefkontrolleur Gerhard Cromme nach Reuters-Informationen erneut einen Ausländer als Nachfolger vorschlagen. Bereits auf der Gremiumssitzung am Mittwoch solle ein Amtserbe bestellt werden, sagten zwei mit der Situation vertrauten Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Es solle ein «Fachmann aus dem Ausland» werden, hiess es. Erst am Donnerstag hatte Ackermann die Konsequenzen aus dem Machtkampf mit Cromme gezogen und seinen Rückzug aus dem Kontrollgremium von Siemens angekündigt. Als Grund für sein Ausscheiden hatte der frühere Chef der Deutschen Bank «unterschiedliche Vorstellungen, wie man den Prozess der Nachfolge gestaltet» angeführt.

Das Kontrollgremium berät zudem über die Benennung eines neuen Finanzvorstands. Der Posten war vakant geworden, nachdem Joe Kaeser als Nachfolger von Löscher zum Konzernchef aufgerückt war. Bis zuletzt seien noch zwei Kandidaten im Rennen gewesen, hiess es. Die beiden Sektor-CFOs Michael Sen und Ralf Thomas seien in der Schlussauswahl. Sen kümmert sich bislang um die Finanzen der Medizintechnik, Thomas um die des Segments Industrie.

(reuters/chb)