Siemens nimmt sich für sein Angebot für die Energiesparte von Alstom länger Zeit. Der Konzern werde bis zum 16. Juni seine Offerte vorlegen, sagte Landeschef Christophe de Maistre vor dem Wirtschaftsausschuss des französischen Parlaments.

Es gehe Siemens darum, zwei europäische Champions zu schaffen. Die Münchner stiegen mit der Übernahme des Energiegeschäfts auf, während die Franzosen die Mehrheit der Zugtechnik von Siemens bekämen und auf diesem Gebiet stärker würden, erklärte der Pariser Statthalter von Konzernchef Joe Kaeser. Siemens biete für alle Sparten der Alstom-Energietechnik ausser für jene, die Frankreich für seine Energieunabhängigkeit als unentbehrlich betrachte.

Arbeitsplatzgarantie für drei Jahre

Zugleich bot Maistre die Übernahme der Alstom-Bahnsignaltechnik an, deren Hauptsitz dann in Frankreich sein werde. Für die Mitarbeiter, die von Alstom zu Siemens wechseln, gebe es eine Arbeitsplatzgarantie für drei Jahre.

Nach Maistre spricht GE -Chef Jeff Immelt vor den Parlamentariern. Der Manager will am Mittwoch zudem mit Staatspräsident Francois Hollande über die gut zwölf Milliarden schwere Offerte der Amerikaner verhandeln. Die Regierung fürchtet Arbeitsplatzverluste, Alstom-Chef Patrick Kron bevorzugt allerdings GE. Die Barkomponente des Siemens-Gebots liegt Insidern zufolge bei weniger als sieben Milliarden Euro, hinzu kommt die Mehrheit an der kapitalintensiven und problemanfälligen Zugtechnik.

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(reuters/dbe)