Siemens plant einem Medienbericht zufolge den Abbau von 11'600 Stellen. Dies habe Konzernchef Joe Kaeser in einer Webcast-Konferenz am Mittwoch gesagt, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag. Kaeser hatte erst kürzlich einen grossangelegten Konzernumbau angekündigt. Die Kosten sollen um rund eine Milliarde Euro gesenkt werden.

Die Pläne hatten prompt Sorgen geweckt, dass sich die 360'000 Mitarbeiter nach zahlreichen Spar- und Sanierungsprogrammen der vergangenen Jahre erneut auf Einschnitte gefasst machen müssen.

Schweiz könnte am Rand betroffen sein

«Auswirkungen auf die Schweiz können nicht ausgeschlossen werden», sagt Mediensprecher Benno Estermann gegenüber handelszeitung.ch, «ich rechne aber nicht damit.» Estermann betont dass der Konzern hierzulande bereits sehr schlank und profitabel aufgestellt sei. «Sogenannte Overhead-Kosten fallen kaum an.»

Zudem setzt der Sprecher von Siemens Schweiz die im Raum stehenden Zahlen in Relationen: «Der Konzern beschäftigt weltweit 360'000 Leute in 20 Ländern – auf die Schweizer Standorte entfallen deren 6000.» Mehr als einige wenige Stellenstreichungen seien im Worst-Case-Szenario deshalb nicht wahrscheinlich.

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(mit Material der Agentur Reuters)