Zwei Mal hatte Siemens in diesem Jahr seine Prognose absenken müssen. Konzernchef Peter Löscher kostete das am Ende den Job. Fast Hundert Tage danach präsentiert sein Nachfolger Joe Kaeser die Bilanz. Das neue Gewinnziel ist erreicht. Das nächste legt er wieder höher.

Weiterer Umbau kommt

Nach dem Sparprogramm 2014 mit einem Abbau von weltweit rund 15'000 Stellen will der Manager die Konzernstruktur weiter umbauen - Details dazu sollen im Mai kommenden Jahres vorgestellt werden, sagte Kaeser bei der Vorlage seiner ersten Jahresbilanz als Konzernchef. Neu erfinden, sagte Kaeser in seiner Rede, müsse man Siemens aber nicht.

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Das soeben auf vier Milliarden Euro reduzierte Gewinnziel überbot der Konzern nun um rund 200 Millionen Euro. Der Umsatz ging verglichen mit dem Vorjahr leicht um ein Prozent auf 75,9 Milliarden Euro zurück. «Mit einem soliden vierten Quartal haben wir ein bewegtes Geschäftsjahr 2013 abgeschlossen», sagte Kaeser. Zufrieden könne man damit aber leider nicht sein, schob er nach.

Erheblich unter Jahresprognose

«Wir sind erheblich unter unseren anfänglichen Jahresprognose geblieben.» Dazu kamen teure und ärgerliche Probleme wie die Lieferverzögerungen bei den ICE-Zügen für die Deutsche Bahn, der verlustreiche Ausstieg aus dem Solargeschäft oder die Probleme bei den Anbindung von Hochseewindparks an Stromnetz.

Für die Aktionär brachte Kaeser aber gute Nachrichten mit: Der Konzern will in den nächsten Jahren Aktien im Wert von bis zu 4 Milliarden Euro zurückkaufen. Ausserdem schlägt der Vorstand trotz eines gesunkenen Überschusses erneut eine Dividende von 3 Euro vor.

(sda/chb/aho)