Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat im ersten Halbjahr 2011 unter steigenden Rohstoffkosten und der Frankenstärke gelitten. Der Reingewinn sank um knapp 25 Prozent auf 113,6 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis fiel auf der Stufe EBITDA um 15 Prozent auf 241,7 Millionen und auf der Stufe EBIT um 18 Prozent auf 177,6 Millionen, teilte die Gruppe am frühen Dienstagmorgen mit.

Der Umsatz wiederum stieg gegenüber dem Vorjahreswert um 6,6 Prozent auf 2,23 Milliarden. In Lokalwährungen wären die Verkäufe um 19,5 Prozent gewachsen. Darin enthalten sei ein Akquisitionseffekt von 4,7 Prozent. Wechselkursveränderungen wirkten sich mit -12,9 Prozent massiv negativ aus.

Damit hat Sika die Schätzungen der Analysten verfehlt. Die Experten rechneten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz 2,24 Milliarden, einem EBIT von 187,8 Millionen und einem Reingewinn von 127,1 Millionen Franken.

Für das zweite Halbjahr 2011 erwartet Sika eine anhaltend positive Entwicklung in den Schwellenländern. Dieser gegenüber stehe eine eher uneinheitliche Entwicklung der reifen Märkte. Sika sollte weiterhin in der Lage sein, das Marktwachstum zu übertreffen und Marktanteile dazuzugewinnen, gibt sich das Unternehmen überzeugt.

Sika geht von weiterhin hohen Rohmaterialpreisen aus. Der Druck auf die Marge sollte sich aber aufgrund eingeleiteter Preiserhöhungen im weiteren Verlauf des Jahres verringern, heisst es weiter.

(rcv/laf/awp)