1. Home
  2. Unternehmen
  3. Sika: Gründerfamilie wehrt sich gegen Ausbootung

Bauchemie
Sika: Gründerfamilie wehrt sich gegen Ausbootung

Sika: Wer gewinnt die Oberhand? Keystone

Die Familie Burkard will nicht hinnehmen, dass der Sika-Verwaltungsrat ihr Stimmrecht auf 5 Prozent beschränkt. Auch die Firma Saint-Gobain, die Sika übernehmen will, findet deutliche Worte.

Veröffentlicht am 26.01.2015

Der Kampf um die Kontrolle des Bauchemiekonzerns Sika geht in eine neue Runde. Die Pläne des Verwaltungsrats, das Stimmrecht der Schenker-Winkler Holding (SWH) der Familie Burkard auf 5 Prozent zu beschränken sei illegal, teilte die SWH mit. Die SWH halte 16 Prozent des Kapitals.

Eine Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung hänge nicht von den Stimmrechten ab und könne deshalb nicht verweigert werden. SWH habe die Vinkulierungsbestimmungen nicht umgangen. Die Aktien seien bisher noch nicht übertragen worden. Die SWH halte die Namenaktien von Sika seit der Schaffung der Namenaktien. Die SWH bezeichnete das Vorgehen als Verzögerungstaktik.

Verkauf an Saint-Gobain

SWH beziehungsweise die Sika-Gründerfamilie Burkard hat im Dezember ihre Namenaktien, die 16 Prozent des Kapitals aber 52 Prozent der Stimmen an Sika ausmachen, für 2,75 Milliarden Franken an den französischen Mischkonzern Saint-Gobain verkauft. Die Inhaberaktionäre sollten dabei leer ausgehen.

Dagegen wehrt sich der Sika-Verwaltungsrat und hat daher der SWH gemäss einer Mitteilung das Recht abgesprochen eine ausserordentliche Generalversammlung einzuberufen. Mit dem geplanten Verkauf der SWH-Anteile an die französische Saint-Gobain bildeten die beiden eine Gruppe. Entsprechend müsse die Stimmrechtsbeschränkung von 5 Prozent Anwendung finden. Damit entfalle das Recht auf Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung.

Saint-Gobain kritisiert Sika-VR

Prominente Investoren wie die Stiftung von Microsoft-Chef Bill Gates und das Fondshaus Fidelity haben sich auf die Seite des Verwaltungsrats geschlagen.

Auch Saint-Gobain bezeichnet die jüngsten Entscheidungen des Verwaltungsrats von Sika als absolut unzulässig. Die Machenschaften verstiessen völlig gegen alle Prinzipien des Wirtschaftsrechts und der Regeln zur Unternehmensführung, teilte Saint-Gobain in einer kurzen Stellungnahme mit.

 
// ><!-- brightcove.createExperiences(); //--><! //-->

 

(reuters/sda/tno/ise)

Anzeige