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Übernahmekampf
Sika-Gründerfamilie weibelt um Gunst der Schweiz

Urs Burkard: Er ist Verwaltungsrat bei Sika. www.swh-transaction.ch/de/

Der Verkauf von Sika an Saint-Gobain hängt immer noch in der Schwebe. Die Gründerfamilie Burkard wirbt kräftig, damit der Deal zustande kommt. Ihre neuste Waffe ist eine Website.

Veröffentlicht am 10.03.2016

Seit über einem Jahr zieht sich der Übernahmestreit um Sika hin. Die Gründerfamilie Burkard will den Schweizer Baustoffkonzern an den französischen Konkurrenten Saint-Gobain verkaufen, das Sika-Management wehrt sich dagegen.

Nun unternimmt die Erben-Familie einen neuen Versuch, die Öffentlichkeit für den Deal günstig zu stimmen: Sie hat eine Website lanciert, auf der sie ihre Argumente ausbreitet. Der Internet-Auftritt ist voller Informationen, welche gemäss der Familie für den Verkauf sprechen. In einem Video erklärt Urs Burkard, warum man an Saint-Gobain verkaufen will.

Rechtsstreit im Gange

Das Unternehmen sei ein gut geführtes Unternehmen mit 350 Jahren Tradition und ein verantwortungsvoller Arbeitgeber. Sika spiele in der Vision eine zentrale Rolle. Der Sitz der Sika bleibe auch bei einem Verkauf in der Schweiz, so Burkard. Mit der Rubrik «Richtigstellung» will die Erben-Familie eigens Argumente der Gegenseite entkräften.

Die Familie Burkard verkaufte im Dezember 2014 ihr Aktienpaket an Saint-Gobain. Seitdem liefern sich die Burkards einen Streit mit dem Management und dem Verwaltungsrat des Konzerns. Voraussichtlich wird ein Gericht entscheiden, ob Sika übernommen wird. Das wichtigste von mehreren Verfahren läuft derzeit im Kanton Zug.

(mbü)

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