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Übernahme
Sika-Hauptaktionärin SWH hält an Verkauf fest

Generalversammlung von Sika: Topthema waren die Verkaufspläne.   keystone

Die Erbenfamilie Burkard will weiter den Verkauf von Sika an Saint-Gobin. «Wir werden nicht vertragsbrüchig», sagt Urs Burkard.

Von Marc Badertscher
am 12.04.2017

Im Kampf um den geplanten Verkauf des Bauchemiekonzerns Sika an die französische Saint-Gobain meldet sich kurz nach der Generalversammlung der Hauptaktionär zu Wort: «Wir werden sicher nicht vertragsbrüchig», sagt Urs Burkard im Interview mit der «Handelszeitung». Er vertritt die Erbenfamilie Burkard, die über die SWH die Stimmenmehrheit an Sika kontrolliert. «Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass die Transaktion nicht zum Schaden der Sika sein wird», sagt er.

Zuletzt wurde in Presseberichten darüber spekuliert, die Familie könnte an einem Abschluss der Transaktion gar nicht mehr interessiert sein. «Gewinnen wir am Ende die juristische Auseinandersetzung, wird der Vertrag mit Saint-Gobain vollzogen», sagt Burkard weiter. Zurzeit ist der Fall vor dem Zuger Obergericht hängig. Gegen den Verkauf wehrt sich der Verwaltungsrat von Sika.

Vertrauen weg

Zum Verhältnis zwischen der Familie und dem Verwaltungsrat sagt Burkard: «Das Vertrauen ist weg. Der Verwaltungsrat verkennt, dass er sich in eine Sackgasse manövriert hat.» Sollte der Verkauf an Saint-Gobain aus juristischen Gründen wider Erwarten nicht möglich sein, würde die Familienholding SWH ihre Stimmkraft voll ausüben können, sagt Burkard weiter.

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