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Ausbau
Sika investiert massiv in das krisengeschüttelte Russland

Schweizer Sika-Werk: In Russland hat die Firma nun deren vier. Keystone

Russland steckt mitten in einer Wirtschaftskrise. Doch die Schweizer Industrieperle glaubt an den Markt, baut die Kapazität in einem Werk aus und eröffnet dazu gleich noch ein neues.

Veröffentlicht am 27.08.2015

Der Spezialchemiekonzern Sika baut seine Präsenz in den Schwellenmärkten weiter aus. Im südrussischen Wolgograd habe man eine Mörtelfabrik sowie eine Anlage zur Fertigung von Betonzusatzmitteln eröffnet. Damit habe man seinen bereits vierten Produktionsstandort in Russland eröffnet, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Während die bestehenden Werke den Nordwesten des Landes und Zentralrussland beliefern würden, werde das Werk in Wolgograd die Bauindustrie in Südrussland mit Produkttechnologien versorgen. Transportzeiten und Kosten würden so optimiert.

Marktposition stärken

«Sika hat in Russland den Umsatz in den Zielmärkten über die letzten drei Jahre deutlich gesteigert und wächst damit schneller wie der Markt», begründet das Unternehmen den Ausbau. Um die starke Nachfrage zu bedienen und den Marktanteil weiter zu steigern, investierte man in den Standort. Das Unternehmen betreibt in Russland bereits drei Werke, die sich in St. Petersburg, Rzhev und in Lobnya befinden.

Im bestehenden Werk in Lobnya – 30 Kilometer nördlich von Moskau – wird zudem eine neue Produktionsanlage zur Herstellung von Polymeren für Betonzusatzmittel in Betrieb genommen, wie das Unternehmen weiter schreibt. Die Investitionen zielen den Angaben zufolge darauf ab, Sikas führende Marktposition bei Betonzusatzmitteln in Russland weiter zu stärken, wie Paul Schuler, Leiter der Region EMEA (Europa und der Mittlere Osten), in der Mitteilung zitiert wird.

Glaube an Russland

Schuler sagt auch, dass er an den russischen Markt glaube. «Trotz zurückhaltender Prognosen für 2015 ist Sika von Russlands langfristigem Potenzial im Infrastruktur- und Industriebau überzeugt», heisst es.

Russlands Wirtschaft befindet sich wegen der westlichen Sanktionen und des tiefen Ölpreises in einer misslichen Lage. Die russische Notenbank zeichnet ein düsteres Bild für die Entwicklung der heimischen Konjunktur. Die Zentralbank senkte ihre Prognose für das jährliche Potenzialwachstum auf lediglich 1,5 Prozent. Erst ab 2017 sei Besserung in Sicht.

(ise/ama)

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