Die Übernahmeschlacht um den Bauchemie-Konzern Sika dürfte die beiden Lager weit über 20 Millionen Franken für Berater und Anwälte kosten, berichtet die «NZZ am Sonntag». Beide Streitparteien haben renommierte Anwaltskanzleien verpflichtet und Gutachten von je fünf Rechtsprofessoren beim Kantonsgericht Zug eingereicht. Sika hat für Anwälte, Berater und PR-Fachleute bisher rund 14 Millionen Franken aufgewendet, davon 6,8 Millionen für Anwälte. Die Familie habe auf ihrer Seite wohl einen ähnlichen Betrag eingesetzt, schätzen Juristen, die nicht in den Fall involviert sind.

Die Kosten werden weiter steigen, ein Ende des Konflikts ist nicht abzusehen: Die Anlagestiftung Ethos, die gegen den Verkauf ist, kündigt bereits an, im Fall einer Niederlage an die nächste Instanz zu gelangen. «Selbstverständlich wird jede Partei das Urteil anfechten, falls das Kantonsgericht gegen sie entscheiden sollte», sagt Dominique Biedermann, Verwaltungsratspräsident des Stimmrechtsberaters.

(me)