Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat im ersten Halbjahr 2013 den Gewinn überproportional gesteigert. Der Umsatz stieg in der Berichtsperiode um 4,0 Prozent auf 2,40 Milliarden Franken. In Lokalwährungen wuchsen die Verkäufe um 4,4 Prozent, teilte Sikamit. Das Betriebsergebnis auf den Stufen Ebitda und Ebit nahm um jeweils rund 11 Prozent auf 293,4 Millionen respektive 220,2 Millionen Franken zu. Die Ebitda-Marge stieg damit um 0,7 Prozentpunkte auf 12,2 Prozent. Der Reingewinn erhöhte sich um 13 Prozent auf 141,3 Millionen.

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Damit hat Sika die Schätzungen der Analysten übertroffen. Die Experten rechneten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 2,34 Milliarden, einem Ebit von 208,1 Millionen und einem Reingewinn von 136,8 Millionen Franken.

Expansion in Schwellenländer

Nach einem verhaltenen ersten Quartal mit schlechten Wetterbedingungen für die Bauindustrie sei es Sika im zweiten Jahresviertel gelungen, die verzögerten Bauprojekte nachzuholen, heisst es weiter. Zudem habe der beschleunigte Aufbau der Schwellenländer mit der Inbetriebnahme von zehn neuen Fabriken in den letzten zwölf Monaten schneller Wirkung gezeigt als erwartet. In diesen Märkten expandierte Sika um über 15 Prozent.

Für das zweite Halbjahr 2013 rechne Sika mit einer Fortsetzung der dynamischen Entwicklung in den Schwellenländern. Die Nachfrage aus Asien bleibe «stark», für Lateinamerika gehe Sika von zweistelligen Wachstumsraten aus. Nach wie vor unsicher sei hingegen die Entwicklung in Europa.

Insgesamt bestätigt Sika nach Vorliegen der Halbjahresresultate und nach den Akquisitionen in England, Indien, Mexiko und Australien sowohl die kommunizierten Wachstumsziele von 4 Prozent bis 6 Prozent in Lokalwährungen als auch die leichte Verbesserung der Profitabilität für das Jahr 2013. Konkret hatte Sika im Frühjahr eine Ebitda-Marge von 12 Prozent in Aussicht gestellt.

(rcv/chb/awp)