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Profitabel
Sika mit rasantem Umsatz- und Gewinnwachstum

Sika: Der Konzern wächst immer weiter.  Keystone

In den ersten neun Monaten legt Sika überproportional zu: Der Chemiekonzern ist auf Kurs. In Schwellenländer wächst die Firma sogar zweistellig.

Veröffentlicht am 30.10.2014

Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika ist in den ersten drei Quartalen 2014 sehr profitabel gewachsen. Nicht unerwartet hat Sika nach einem fulminanten Jahresstart im Jahresverlauf etwas Gas weggenommen. Dynamisch entwickelten sich weiterhin die Schwellenmärkte. Der Gewinn wuchs deutlich überproportional zum Umsatz und die Wachstumsprognosen für das laufende Jahr wurden präzisiert.

Der Umsatz stieg von Januar bis September um 9,6 Prozent auf 4,17 Milliarden Franken. In Lokalwährungen (LW) wuchsen die Verkäufe um fast 16 Prozent, teilte Sika am Donnerstag mit. Nach einem Umsatzsprung von 23 Prozent in LW im ersten Quartal hatte zum Halbjahr das Wachstum noch 18 Prozent betragen. Im dritten Quartal 2014 sei ein Umsatzwachstum von 12 Prozent realisiert worden. Dank sich abschwächender Währungseffekte resultierte in Schweizer Franken ein Umsatzplus von 8,0 Prozent.

Gewinn steigt überproportional

Die Bruttomarge kam mit 53,0 Prozent um 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert zu liegen, der Bruttogewinn nahm folglich von Januar bis September um 11 Prozent auf 2,21 Milliarden Franken zu. Das hohe Umsatzwachstum sowie punktuelle Effizienzsteigerungen führten Sika zufolge zu einer überproportionalen Steigerung der Profitabilität.

In der Folge kletterte das Betriebsergebnis auf den Stufen Ebitda und Ebit um 16 Prozent resp. 17 Prozent auf 579,6 Millionen und 457,3 Millionen Franken. Die Ebit-Marge stieg dabei um 0,8 Prozentpunkte auf 11,0 Prozent. Für das dritte Quartal wurde eine um 0,5 Prozentpunkte höhere Ebit-Marge von 12,6 Prozent ausgewiesen. Der Reingewinn schliesslich erhöhte sich um 21 Prozent auf 310,2 Millionen, womit die Schätzungen der Analysten übertroffen wurden.

Starke Währungseffekte

In der mit Abstand grössten Konzernregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) kam Sika, gestützt von Akquisitionen, mit plus 17 Prozent in LW auf 2,09 Milliarden Franken gut voran. Deutliche Wachstumsimpulse im Nahen Osten und in Afrika sowie eine leichte Erholung der südeuropäischen Länder hätten sich positiv ausgewirkt, so Sika.

Nordamerika generierte eine Umsatzsteigerung von 8,5 Prozent auf 556,6 Millionen Franken, in Schweizer Franken gerechnet allerdings stiegen die Verkäufe um lediglich 2,8 Prozent. Projekte, die zu Beginn des Jahres aufgrund des harten Winters verschoben worden seien, befänden sich nun im Bau und Investitionen in Infrastrukturprojekte und gewerblich genutzte Bauten würden nun getätigt.

In der Region Lateinamerika konnte der Konzern zwar um 17 Prozent auf 467,2 Millionen Franken zulegen, Währungseffekte inklusive blieb aber nur ein kleines Plus von 1,0 Prozent. Es sei gelungen, in den meisten Ländern ein Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich zu realisieren und Marktanteile auszubauen.

Ein ähnliches Bild ergab sich in Asien/Pazifik, wo der Umsatz dank zweistelligen Zuwachsraten in China, Japan, Südostasien und Australien um fast 16 Prozent auf 756,9 Millionen Franken zulegte. Währungseffekte abgezogen schrumpfte das Plus auf 6,9 Prozent. Insgesamt hat Sika den Angaben zufolge in den Schwellenländern um knapp 17 Prozent in LW zugelegt.

Ausblick präzisiert

Für das Gesamtjahr 2014 rechnet das Management unverändert mit einem Umsatzwachstum von 9 bis 11 Prozent in Lokalwährungen. Das Betriebsergebnis soll Angaben vom Donnerstag zufolge um 8 bis 12 Prozent wachsen, bis dato war von einer stabilen Margenentwicklung die Rede.

Währungsverschiebungen, die volatilen Rahmenbedingungen in vielen Märkten sowie positive Sondereffekte im Vorjahr stellten derweil eine Herausforderung für das vierte Quartal dar, merkt Sika an. Bei der Umsetzung der Ziele im Rahmen der «Strategie 2018» sei man auf Kurs, heisst es weiter.

(awp/ise/me)

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