Monika Ribar, Verwaltungsrätin des Baustoffherstellers Sika, sieht sich im Übernahmestreit mit der Erbenfamilie Burkard noch nicht mit einer Verantwortlichkeitsklage konfrontiert. «Bei mir ist bis jetzt noch keine solche Klage eingegangen», erklärte Ribar in der Sendung «ECO Talk» des Schweizer Fernsehens SRF, die am Montagabend ausgestrahlt wird.

In Medienberichten vor rund zwei Wochen war die Rede davon, dass die Erbenfamilie über die von ihr kontrollierten Schenkler-Winkler Holding an die drei Verwaltungsräte Monika Ribar, Christoph Tobler und Ulrich Suter Verantwortlichkeitsklagen gerichtet haben soll. Es wurde auch befürchtet, dass eine solche Klage Monika Ribar den Weg an die 2017 freiwerdende VR-Spitze der SBB verbauen könnte.

Hoffnung auf Einigung

Derweil hofft Monika Ribar nach wie vor darauf, dass die Konfliktparteien im Übernahmestreit eine Einigung erzielen. Verwaltungsratspräsident Paul Hälg habe die Parteien, dazu zählten die Erbenfamilie und Verkäuferin Burkard, die französische Käuferin Saint-Gobain sowie das Unternehmen selber, verschiedentlich zu Gesprächen aufgerufen. «Ich hoffe nach wie vor darauf, dass diese Rufe gehört werden», so Ribar. «Den Streit müsste man begraben. Es wäre für alle Beteiligten das Beste, wenn man eine saubere Lösung finden könnte.»

Im Dezember des vergangenen Jahres hatte die Erbenfamilie Burkard beschlossen, ihren Aktienanteil an der Sika für 2,75 Milliarden Franken an die französische Konkurrenzfirma Saint-Gobain zu verkaufen. Dagegen wehren sich Minderheitsaktionäre, das Management und der Verwaltungsrat der Gruppe vehement. Mittlerweile befassen sich die Gerichte mit dem Fall.

(sda/ise/ama)

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