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Sika und Saint-Gobain bleiben einander fremd

Sika: Der Hersteller von Klebstoff soll von Saint-Gobain übernommen werden. Keystone

Vertreter der beiden Firmen Sika und Saint-Gobain haben sich getroffen. Offenbar gab es aber keine Annäherung zwischen den Franzosen und den Schweizern.

Veröffentlicht am 16.01.2015

Bei einem Treffen zwischen Vertretern des Managements von Sika und Saint-Gobain am Freitag im Zürcher Umland hat es offenbar keine Annäherung zwischen den gegensätzlichen Positionen gegeben. «Die Vertreter von Saint-Gobain haben ihre Weigerung aufrechterhalten, die Positionen des Sika-Managements zu erörtern», sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.

Demgegenüber heisst es in einer Medienmitteilung des französischen Konzerns, man habe konstruktive Vorschläge unterbreitet, um die weitere Entwicklung von Sika unter den besten Bedingungen sicherzustellen.

Viele Fragen, kaum Antworten

Die Sika-Teilnehmer, vertreten durch Verwaltungsratspräsident Paul Hälg und CEO Jan Jenisch, hätten viele Fragen gestellt, aber kaum Antworten erhalten. Zudem habe SGO-CEO Pierre-André de Chalendar nicht an dem Treffen teilgenommen, heisst es den Kreisen zufolge weiter. Das Treffen sei ergebnislos beendet worden.

Saint-Gobain hält derweil an seinen grundlegenden Positionen fest. Laut Communiqué wird weiter nur die Übernahme der Kontrollmehrheit von der Eigentümerfamilie angestrebt und nicht beabsichtigt, ein Angebot für die verbleibenden Aktionäre zu unterbreiten. Auch die Integration des Mörtelbereichs von Saint-Gobain in Sika wird weiter abgelehnt.

Sika bleibt eine Schweizer Gesellschaft

Saint Gobain betont, dass Sika eine Schweizer Gesellschaft bleibt, die an der Schweizer Börse kotiert ist, und ihren Unternehmenssitz in Baar behält. Die Politik der Unternehmensentwicklung und die derzeitige Finanzpolitik würden weitergeführt.

Bei den erwarteten Synergien (mindestens 150 bis 180 Millionen Euro) handelt es sich laut Saint-Gobain grösstenteils um Wachstums- und Entwicklungssynergien in benachbarten Märkten sowie um Einkaufssynergien. Es werde also keine Umstrukturierung geben. Saint-Gobain habe vorgeschlagen, gemeinsame Teams in verschiedenen Ländern zu schaffen, um vor Ort die konkreten Synergiequellen zu identifizieren. Diese Teams sollen von einem kleinen zentralen Team in Bezug auf Einkauf, Forschung & Entwicklung, Verkauf und Unternehmensentwicklung unterstützt werden.

(awp/ise)

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