Die Familie Burkard, Ankeraktionär beim Industriekonzern Sika, will Sika-Verwaltungsrat Daniel Sauter abwählen. Dabei wollte Sauter gemäss Handelszeitung-Recherchen bereits auf die Generalversammlung 2015 von seinem Posten zurücktreten. Der Nominierungsausschuss im VR hatte bereits mit der Suche nach einem Nachfolger begonnen.

Weil sich der Sika-Vewaltungsrat im Dezember 2014 mit dem Burkard-Clan wegen dem Firmenverkauf nach Frankreich überwarf, zog Sauter seinen Rücktritt zurück. An der ausserordentlichen GV vom 24. Juli will ihn jetzt die Familie Burkard aus dem Verwaltungsrat abwählen. Er gilt als Hauptakteur des Widerstands gegen den Verkauf an den französischen Industriekonzern Saint Gobain.

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Brisante Rolle

Sauters Rolle ist brisant: Er ist nicht nur Sika-VR, sondern auch VR-Präsident der Bank Bär. Diese ist Hausbank des Burkard-Clans. Im Verkaufsvertrag mit Saint Gobain ist vorgesehen, dass die Verkaufssumme von 2,75 Milliarden Franken auf Konten bei der Bank Bär fliessen würde.

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