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Schuldig
«Silk Road»-Gründer muss lebenslang hinter Gitter

 

Ein US-Gericht hat den Gründer der Online-Handelsplattform «Silk Road» zu lebenslanger Haft verdonnert. Ross Ulbricht soll mit Drogen, Hacker-Software und gefälschten Dokumenten gedealt haben.

Veröffentlicht am 30.05.2015

Der Gründer der Untergrund-Handelsplattform «Silk Road», Ross Ulbricht, soll lebenslang ins Gefängnis. Das entschied ein New Yorker Gericht am Freitag.

Dies berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg aus dem Gerichtssaal. Über «Silk Road» wurden über Internet Drogen, Hacker-Software und gefälschte Ausweisdokumente verkauft. Die Plattform soll aber auch für andere illegale Aktivitäten wie Geldwäsche eingesetzt worden sein.

Deckname: «Dread Pirate Roberts»

Der 31-jährige Ulbricht war bereits im Februar schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass er unter dem Decknamen «Dread Pirate Roberts» die illegale Plattform steuerte. Die Ermittler schätzten, dass über «Silk Road» illegale Drogengeschäfte im Volumen von rund 1,2 Milliarden Dollar abgewickelt worden waren. Ulbricht soll auch versucht haben, mehrere Morde in Auftrag zu geben.

Ulbricht selbst behauptete, er habe «Silk Road» nur gestartet und dann in andere Hände gegeben. Allerdings hatten die Ermittler besonderen Wert darauf gelegt, ihn mitten in einem Online-Chat festzunehmen, den er als «Dread Pirate Roberts» führte.

Vergebliches Flehen

Die Mindeststrafe lag bei 20 Jahren. Ulbricht hatte das Gericht noch vergangene Woche in einem Brief ersucht, ihn nicht lebenslang hinter Gitter zu stecken, weil er seine Fehler eingesehen habe.

(sda/dbe)

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