Die SIX Group, die unter anderem die Schweizer Börse betreibt, hat 2011 ihren Gewinn um 26 Prozent auf 218,6 Millionen Franken gesteigert. Das kam aufgrund von Sondereffekten zustande, teilte das Unternehmen mit. Ansonsten war das Umfeld eher widrig.

Das schwierige Marktumfeld schlug sich in der Profitabilität nieder. Das operative Ergebnis verschlechterte sich vor allem ab dem vierten Quartal, die Aussichten für 2012 sind eingetrübt. Bereinigt um die Sondereffekte sank das operative Ergebnis um 4,7 Prozent.

SIX erhöhte 2011 vor allem das internationale Geschäftsvolumen und baute die Position aus. Der Umsatz legte um 3 Prozent auf 1,26 Milliarden Franken zu. Der Handel und das Post-Trading verzeichneten gemäss SIX ein erfreuliches Resultat. Das schwierige Marktumfeld und der starke Franken hinterliessen vor allem im Geschäft mit Finanzinformationen und im Zahlungsverkehr Bremsspuren.

Stellenabbau kleiner als angekündigt

Der Stellenabbau beim Finanzdienstleistungs-Infrastrukturbetreiber SIX Group fällt kleiner aus als angekündigt. Insgesamt würden 115 Arbeitsplätze gestrichen, sagte SIX-Chef Urs Rüegsegger am Rande der Bilanzmedienkonferenz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.

Vor einem Monat hatte die SIX Gruppe, die unter anderem die Schweizer Börse betreibt, noch die Streichung von rund 150 Jobs angekündigt. Man könne das Ziel, 30 Millionen Franken an Kosten zu sparen, mit einem geringeren Abbau erreichen, sagte Rüegsegger. Von den 115 Stellen würden 65 durch Entlassungen in der Schweiz reduziert. Es gebe einen Sozialplan.

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Umzugspläne nach Zürich-West

Zudem plant die Schweizer Börse den Umzug nach Zürich-West. Wenn das Projekt zustande komme, werde man dort Ende 2015 oder Anfangs 2016 alle Mitarbeiter in der Limmatstadt zusammenziehen. Damit würde die Schweizer Börse das markante Börsengebäude an der Selnaustrasse verlassen, das sie 1993 bezogen hatte.

Ausserdem müssten die Mitarbeiter einer anderen Division am Standort Brandschenke umziehen. Dadurch entfalle das mühsame Hin- und Herpendeln der Mitarbeiter zwischen den Standorten. Ein weiterer Vorteil sei die Einsparung eines einstelligen Millionenbetrags an Miete, sagte Rüegsegger.

(aho/vst/sda)