Die Schweizer Flugsicherung Skyguide hat im ersten Halbjahr 2017 mehr zivile Flüge abgewickelt als erwartet. Gleichzeitig hat die Pünktlichkeit abgenommen: 3,5 Prozent der Flüge waren verspätet. Im Vorjahreszeitraum waren es nur 2,6 Prozent, ein Rekordwert.

Insgesamt wickelte Skyguide 590'091 zivile Flüge ab, das sind 3,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon waren 348'438 Transit-Flüge. Der Zuwachs lag allerdings unter dem europäischen Durchschnitt von 4,2 Prozent. Der Spitzenwert wurde am 30. Juni erreicht mit 4222 Flügen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Transit-Verspätungen zugenommen

Während die flugsicherungsbedingten Verspätungen an den Flughäfen zurückgegangen sind, haben die Transit-Verspätungen pro Flug deutlich zugenommen. Die für 2017 festgelegten europäischen Leistungsziele erreicht Skyguide heute nur knapp, wie es in der Mitteilung heisst.

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Ein Viertel dieser Verspätungen war auf ungünstige Wetterbedingungen zurückzuführen, ein weiteres Viertel auf eine sicherheitsbedingte Reduktion aufgrund von technischen Störungen. Die übrigen Verspätungen entstanden durch höheres Verkehrsaufkommen als prognostiziert und durch starke Schwankungen. So entstanden Kapazitätsengpässe und es kam zu Personalmangel.

Laut Eurocontrol-Statistiken kontrolliert Skyguide den komplexesten Luftraum in Europa, wie es in der Mitteilung heisst. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Genf sorgt mit 1500 Mitarbeitenden an 14 Standorten für die Flugsicherung in der Schweiz und im angrenzenden Ausland. Es befindet sich im Mehrheitsbesitz des Bundes.

(sda/cfr)