Die Ausweitung des Luftpolizeidienstes der Armee auf einen 24-Stunden-Betrieb bis Ende 2020 hat auch Auswirkungen auf die Flugsicherung Skyguide. Sie stellt bis dann 16 neue Flugverkehrsleiter ein. Bis zur vollständigen Umsetzung kostet das 25 Millionen Franken, wie Skyguide am Mittwoch mitteilte. Weil die Ausbildung je nach Aufgabe drei bis fünf Jahre in Anspruch nimmt, muss die Flugsicherung den Auftrag zügig angehen.

«Für Skyguide ist dieser Auftrag zur Unterstützung von Behörden, Luftwaffe und Polizei vorrangig und eine grosse Herausforderung», wird Daniel Werder, CEO von Skyguide, in der Medienmitteilung zitiert. Er stelle einen wesentlichen Beitrag im Sicherheitsverbund der Schweiz dar.

Luftwaffe trägt Kosten

Die Kosten werden der Luftwaffe als Kundin verrechnet, wie Skyguide-Mediensprecher Vladi Barrosa auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda präzisierte. Die Armee war wegen ihrer limitierten Einsatzbereitschaft im Luftpolizeidienst wiederholt in die Kritik geraten.

Ab diesem Jahr steht der Luftpolizeidienst der Armee zwischen 8 bis 18 Uhr bereit. Noch im vergangenen Jahr war die Luftwaffe lediglich zu Bürozeiten einsatzbereit. Bis 2020 wird der Dienst in Etappen auf 24 Stunden ausgebaut. Bei der Luftwaffe hat der 24-Stunden-Dienst 100 zusätzliche Stellen und jährliche Kosten von 30 Millionen Franken zur Folge.

(sda/ise/gku)