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Flugsicherung
Skyguide schreibt 2017 rote Zahlen

Tower in Zürich
Tower in Zürich: Skyguide schreibt rote Zahlen, ist aber zufrieden.Quelle: Keystone

Eine Rückstellung für die Pensionkasse führt Skyguide in die roten Zahlen. Dennoch sieht sich die Firma gut für die Zukunft aufgestellt.

Veröffentlicht am 20.03.2018

Das Flugsicherungsunternehmen Skyguide schliesst das Geschäftsjahr 2017 wegen Rückstellungen in die Pensionskasse in den roten Zahlen ab. Dennoch sei das Unternehmen grundsätzlich solide unterwegs und für anstehende Innovationen - etwa in Drohnentechnologie - gerüstet. 

Der Umsatz von Skyguide erhöhte sich im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent auf 470,3 Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Der Betriebsaufwand nahm mit 480,8 Millionen Franken um 13,8 Prozent zu. 

Rückstellung für Pensionskasse

Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel aufgrund einer ausserordentlichen Rückstellung von 53 Millionen Franken für die Pensionskasse Skycare mit einem Minus von 10,5 Millionen Franken negativ aus. Um trotzdem auf Kurs zu bleiben, setze Skyguide die Mittel weiterhin gezielt ein in eine fortschrittliche Ausbildung, nachhaltige Kapazitätsentwicklung und innovative Technologien und Verfahren, heisst es weiter.

Mit 97 Prozent verzögerungsfreien Flügen im komplexesten Luftraum Europas hielt sich die sehr hohe Pünktlichkeit gegenüber dem Vorjahr (97,2 Prozent) auf einem ähnlichen Niveau. Im Streckenflug betrug die durchschnittliche Verspätung pro Flug 0,17 Minuten oder rund 10 Sekunden. 

Mehr Verkehr und neue Herausforderungen

Im vergangenen Jahr nahm der Verkehr um 3,2 Prozent zu. Dies entspricht einem Jahresverkehrsvolumen von fast 1,24 Millionen kontrollierten Flügen. Gemäss Mitteilung haben zur Verkehrszunahme der auch 2017 relativ tiefe Ölpreis, die wirtschaftliche Erholung der Eurozone sowie die verbesserte Sicherheitslage in Europa beigetragen. 

Bereits an der letztjährigen Bilanzmedienkonferenz hatte Skyguide eine Drohnen-Strategie präsentiert. Auch hier sei man auf Kurs, hiess es am Dienstag. 

So machte Skyguide am World ATM Kongress in Madrid von Anfang März 2018 eine strategische Partnerschaft mit AirMap bekannt, um die erste nationale Plattform zur Integration von Drohnen in den urbanen Luftraum (U-Space) aufzubauen. Dabei handelt es sich um ein in dieser Art einmaliges Projekt in Europa. Die Einführung des Systems ist per 2019 geplant. 

Skyguide sorgt nach eigenen Angaben mit 1500 Mitarbeitenden an 14 Standorten für die Flugsicherung in der Schweiz und im angrenzenden Ausland. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Genf befindet sich im Mehrheitsbesitz des Bundes.

(sda/gku/mlo)

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